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Nachrichten aus Wirtschaft und Mittelstand

VDMA-Umfrage: Stimmung im Maschinenbau hellt sich auf, die Produktion sinkt trotzdem das vierte Jahr

Stand 6. November 2026 Maschinenbau Mit KI erstellt

Das Wichtigste auf einen Blick

  • 57 Prozent erwarten für dieses Jahr ein nominales Umsatzplus, für 2027 sind es 62 Prozent.
  • Für 2027 sagt der VDMA ein reales Produktionsplus von 3 Prozent voraus.
  • Impulse kommen aus Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und KI-Investitionen.
  • Automobil- und Chemieindustrie bleiben schwach.
  • An der Umfrage beteiligten sich 797 Unternehmen vom 22. September bis 7. Oktober.

Die Stimmung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat sich im dritten Quartal 2026 verbessert. In der Umfrage des VDMA bewerten 34 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut oder sehr gut, im Juli waren es 28 Prozent. 33 Prozent erwarten eine Besserung, nur 10 Prozent eine Verschlechterung. Das steht aber neben harten Zahlen: Der Verband rechnet für 2026 mit einem realen Produktionsminus von 2 Prozent, dem vierten Rückgang in Folge. Mehr als 30 Prozent der Firmen planen Stellenabbau.

Ingenieur prüft ein gefrästes Metallteil an einer CNC-Maschine
Symbolbild, mit KI erzeugt.

Die VDMA-Umfrage in Zahlen

Wichtig beim Lesen: Das ist eine Umfrage zu Einschätzungen. „Nominal“ heißt ohne Abzug der Preissteigerung, ein Umsatzplus kann also auch aus höheren Preisen kommen.

FrageOktober 2026Juli 2026
Lage gut oder sehr gut34 Prozent28 Prozent
Lage schlecht oder sehr schlechtetwa 22 Prozentkeine Angabe
Erwarten Besserung33 Prozent25 Prozent
Erwarten Verschlechterung10 Prozentkeine Angabe
Umsatzplus 2026 erwartet (nominal)57 Prozentkeine Angabe
Umsatzplus 2027 erwartet (nominal)62 Prozentkeine Angabe

Quelle: VDMA, Konjunkturerhebung 3. Quartal 2026, nach Produktion und ms-aktuell

Warum die Stimmung steigt, aber die Produktion sinkt

Das klingt widersprüchlich, passt aber zusammen. Stimmung und Aufträge laufen der Produktion voraus. In den ersten sieben Monaten 2026 sank die Produktion um 4,1 Prozent, während die preisbereinigten Auftragseingänge um 5 Prozent stiegen, getragen von einem Plus von 14 Prozent bei Bestellungen aus Nicht-Euro-Ländern.

Der VDMA senkte deshalb am 17. September seine Prognose: 2026 ein reales Minus von 2 Prozent, nachdem er zuvor Stagnation erwartet hatte. 2026 wird damit voraussichtlich das vierte Jahr mit Produktionsrückgang in Folge. Für 2027 rechnet der Verband mit plus 3 Prozent. Als Risiken nennt er geopolitische Unsicherheit, das erhöhte Zinsniveau und die schwache Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.

Prognose des VDMA für die Maschinenproduktion

Quelle: VDMA, 17.09.2026, nach Produktion

Welche Kundenbranchen den Maschinenbau tragen

Die Lage hängt stark davon ab, an wen ein Betrieb liefert. Positive Impulse kommen laut Umfrage aus der Verteidigungsindustrie, der Luft- und Raumfahrt und der Medizintechnik. Auch die Elektro- und Elektronikindustrie profitiert von den hohen Investitionen in künstliche Intelligenz. Schwierig bleibt es bei Automobil und Chemie.

Für einen Zulieferer der Autoindustrie sagt der Branchenschnitt also wenig. Wer dagegen Anlagen für Rüstung oder Rechenzentren baut, erlebt womöglich gerade gute Monate. Das ist auch der Grund, warum sich viele Betriebe neu ausrichten, soweit Technik und Kunden es zulassen.

Was die Branche bremst

VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt nennt geopolitische Verwerfungen, den verschärften Wettbewerb mit China und zu hohe Kosten am Standort Deutschland. Die Politik müsse den Reformstau auflösen. Das ist die übliche Forderung eines Verbands und sie sagt nicht, welche Kosten genau gemeint sind.

Handfester ist ein anderer Punkt: Die Inlandsaufträge schrumpfen nach seinen Worten von Monat zu Monat. Der Zuwachs kommt fast nur aus dem Ausland. Ein Maschinenbauer, der stark vom deutschen Markt lebt, spürt von der besseren Stimmung deshalb oft wenig.

Was der Maschinenbau für Beschäftigte bedeutet

Trotz besserer Stimmung planen mehr als 30 Prozent der Firmen einen Personalabbau, nur 18 Prozent neue Einstellungen. Seit 2019 sind laut Gernandt rund 100.000 Arbeitsplätze im deutschen Maschinenbau weggefallen. Mehr dazu und zu Abfindung und Transfergesellschaft steht in unserem Beitrag zum Stellenabbau.

Was Betriebe daraus ableiten können

Gut zu wissen

Kapazität

Wenn Aufträge steigen, die Produktion aber fällt, kann es auf einmal knapp werden. Prüfen Sie vor Personalabbau, ob Sie die Leute in zwölf Monaten wieder brauchen.

Gut zu wissen

Kunden streuen

Wer stark an Auto oder Chemie hängt, sollte prüfen, welche Kompetenzen in Verteidigung, Medizin oder Rechenzentren passen. Dort gelten oft eigene Zulassungen.

Gut zu wissen

Ausland

Das Wachstum kommt von außerhalb des Euroraums. Klären Sie Währungsrisiko, Zölle und Exportkontrolle, bevor Sie sich auf neue Märkte festlegen.

Einordnung

Der vorsichtige Optimismus ist nachvollziehbar, aber er steht auf dünnem Eis: Die Zahlen des Verbands stammen von seinen Mitgliedern, ein Teil des Auftragsplus beruht auf Großaufträgen, und die Produktion geht weiter zurück. Dass 2027 besser wird, ist bislang eine Erwartung. Eine echte Erholung würde sich darin zeigen, dass auch die Inlandsaufträge steigen und die Firmen wieder einstellen. Beides ist noch nicht zu sehen.

Häufige Fragen

Wie ist die Stimmung im Maschinenbau?

Laut VDMA bewerten 34 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut oder sehr gut, im Juli waren es 28 Prozent. Etwa 22 Prozent beurteilen sie als schlecht. 33 Prozent erwarten eine Besserung.

Wie entwickelt sich die Maschinenproduktion 2026?

Der VDMA erwartet real minus 2 Prozent, den vierten Rückgang in Folge. Für 2027 rechnet er mit plus 3 Prozent.

Welche Branchen helfen dem Maschinenbau?

Laut Umfrage vor allem Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und Elektronik durch KI-Investitionen. Automobil- und Chemieindustrie bleiben schwach.

Was ist der VDMA?

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ist der Branchenverband. Seine Umfragen und Prognosen geben die Sicht der Mitgliedsfirmen wieder.

Quellen

Stand: 6. November 2026. Redaktion Premiumpresse. Dieser Beitrag wurde mit KI auf Grundlage der genannten Quellen erstellt, der Abschnitt „Einordnung“ ist eine Einschätzung der Redaktion. Er ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung.

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