Das Wichtigste auf einen Blick
- Für Knorr entstand aus einem Influencer-Casting ein Spot, der seit Ende September als Joyn-Spot im Fernsehen läuft.
- Für merci gibt es eine Musikkampagne mit Wincent Weiss bis 16. Dezember.
- SIMon mobile setzt ab Februar 2027 auf die Sendung „THE RACE“, auf Joyn und YouTube.
- MFE hält nach dem Abschluss seines Angebots 75,61 Prozent von ProSiebenSat.1.
Seven.One Media, der Werbevermarkter von ProSiebenSat.1, hat 2026 die Einheit NEXT.GEN gegründet, um junge Zielgruppen über soziale Medien, Creator, Streaming, Podcasts und Fernsehen zugleich zu erreichen. Aktuell laufen Kampagnen für Knorr, merci, SIMon mobile und Chiquita, sagt das Unternehmen. Dahinter steht ein Druck: Der Konzern blieb im März wegen des schwachen TV-Werbemarkts für 2026 vorsichtig und gehört inzwischen mehrheitlich dem italienischen MFE. Wie viel Geschäft NEXT.GEN tatsächlich bringt, nennt die Mitteilung nicht.
Was NEXT.GEN ist
Die Einheit soll integrierte Werbelösungen entlang des Medienalltags junger Menschen entwickeln und Social Media und Creator-Marketing mit Streaming, Podcasts und TV verbinden. Lennart Harendza, Geschäftsführer bei Seven.One Media, spricht von einer konsequenten Social-First-Positionierung, die markensicher und skalierbar sei. Vor den aktuellen Kampagnen nennt das Unternehmen auch CUPRA, Oberstaufen Tourismus und Samsung.
Für Marken bedeutet das: Ein Vermarkter bündelt Sendezeit, Streaming und bezahlte Creator aus einer Hand. Das spart Abstimmung, bindet aber auch an das Angebot eines Hauses. Wer die beste Reichweite für sein Geld sucht, sollte weiter vergleichen.
Aktuelle Kampagnen von NEXT.GEN
| Marke | Ansatz | Zeitraum |
|---|---|---|
| Knorr | Casting über Influencer, Community-Spot, Testimonials, TV und Joyn | ab September, neue Spots ab 6. und 15. November |
| merci | Musikkampagne mit Wincent Weiss, Creator und Social-Videos | Anfang November bis 16. Dezember |
| SIMon mobile | Produktplatzierung und YouTube-Partnerschaften bei „THE RACE“ | ab Februar 2027 |
| Chiquita | Instagram-Reels mit Lola Weippert zur Brustkrebsvorsorge | Oktober |
Quelle: Seven.One Media, Mitteilung vom 05.11.2026
Warum TV-Vermarkter zu Creators gehen
Junge Menschen verbringen einen großen Teil ihrer Medienzeit auf Plattformen und in Streaming-Angeboten, das ist das Argument hinter solchen Einheiten. Harte Reichweitenzahlen für diese Kampagnen enthält die Mitteilung nicht. Der wirtschaftliche Grund ist aber belegt: ProSiebenSat.1 rechnet laut dpa-AFX für 2026 mit einem Konzernumsatz leicht unter den 3,68 Milliarden Euro des Vorjahres und bleibt wegen des schwachen TV-Werbemarkts vorsichtig. Ein Analyst nannte die Werbeeinnahmen im deutschen TV zuletzt schwächer als beim Konkurrenten RTL.
Dass der Konzern neue Einnahmen sucht, ist also keine Mode, sondern Notwendigkeit. Mit dem italienischen Mehrheitseigner MFE, der seit 2025 75,61 Prozent hält, kommt ein Eigentümer dazu, der laut Geschäftsausblick weitere Einsparungen plant.
Was ist Creator-Marketing, und was muss man beachten?
Beim Creator-Marketing bezahlt eine Marke Personen mit eigener Reichweite dafür, Inhalte zu gestalten, die zu ihnen passen. Gegenüber klassischen Spots wirkt das persönlicher. Rechtlich gilt aber: Bezahlte Beiträge müssen als Werbung erkennbar sein. Das gilt auch dann, wenn ein Beitrag aussieht wie ein normales Posting. Wer Kampagnen bucht, sollte sich das schriftlich zusichern lassen.
Ein zweiter Punkt ist die Abhängigkeit vom Einzelnen. Fällt ein Creator negativ auf, trifft das auch die Marke. Harendza spricht von Markensicherheit, was das konkret heißt, sollten Kunden im Vertrag festhalten.
Worauf Marken bei solchen Angeboten achten sollten
Premiumpresse
Worauf Marken bei solchen Angeboten achten sollten
https://www.premiumpresse.de/seven-one-media-next-gen-junge-zielgruppen/ · Stand 6. November 2026
Vor der Buchung
Nach der Kampagne
Dient der Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Einordnung
Die Mitteilung ist vor allem Eigenwerbung, und ihre Kampagnen zeigen, was angeboten wird, nicht ob es wirkt. Interessant ist der Zusammenhang mit dem schwächelnden Fernsehgeschäft: Wer früher Sendezeit verkaufte, verkauft jetzt Reichweite über viele Kanäle. Ob das die Einbußen ausgleicht, zeigen erst die nächsten Konzernzahlen. Belegte Wirkungsdaten dazu liegen uns nicht vor.
Häufige Fragen
Was ist Seven.One Media NEXT.GEN?
Eine 2026 gegründete Einheit des ProSiebenSat.1-Vermarkters. Sie verbindet Social Media und Creator-Marketing mit Streaming, Podcasts und TV, um junge Zielgruppen für Marken zu erreichen.
Wem gehört ProSiebenSat.1?
Mehrheitlich dem italienischen Konzern MFE, der nach Abschluss seines Angebots 2025 75,61 Prozent hielt.
Was ist Creator-Marketing?
Marken bezahlen Personen mit eigener Reichweite dafür, Inhalte zu gestalten und zu verbreiten. Solche Beiträge müssen als Werbung erkennbar sein.
Quellen
- Seven.One Media, Mitteilung vom 05.11.2026
- dpa-AFX bei extraETF: ProSiebenSat.1 bleibt vorsichtig, 26.03.2026
- ProSiebenSat.1: MFE secures 75.61 percent stake
Stand: 6. November 2026. Redaktion Premiumpresse. Dieser Beitrag wurde mit KI auf Grundlage der genannten Quellen erstellt, der Abschnitt „Einordnung“ ist eine Einschätzung der Redaktion. Er ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung.


