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Nachrichten aus Wirtschaft und Mittelstand

BMW-Quartalszahlen: Gewinn sinkt um knapp 15 Prozent, zweite Gewinnwarnung binnen fünf Monaten

Stand 6. November 2026 Unternehmen Mit KI erstellt

Das Wichtigste auf einen Blick

  • In China verlor BMW rund ein Viertel seines Absatzes, weltweit fiel er um 6,3 Prozent.
  • Das Abfindungsprogramm schloss nach nicht einmal drei Wochen, die Kosten nannte BMW früher mit gut einer Milliarde Euro.
  • Auch die Absatzprognose sinkt: von 1 bis 4,9 Prozent Rückgang auf 5 bis 9,9 Prozent.
  • Mercedes verdiente im Quartal 1,52 Milliarden Euro, also etwas mehr als BMW.

BMW hat im dritten Quartal 2026 nach Steuern 1,45 Milliarden Euro verdient, knapp 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz sank um 5,8 Prozent auf 30,5 Milliarden Euro. Schon am Vorabend hatte der Konzern die zweite Gewinnwarnung binnen fünf Monaten ausgegeben: Die Marge im Autogeschäft erwartet er nur noch zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent, bisher waren es 1 bis 3 Prozent. Gründe sind der Einbruch in China und die Kosten eines Sparprogramms, das Beschäftigte stärker nutzten als erwartet.

Güterzug mit neuen Autos ohne Markenzeichen fährt durch eine Landschaft
Symbolbild, mit KI erzeugt.

BMW-Quartalszahlen auf einen Blick

Kennzahl3. Quartal 2026Veränderung
Gewinn nach Steuern1,45 Milliarden Euroknapp minus 15 Prozent
Umsatz30,5 Milliarden Eurominus 5,8 Prozent
Absatzkeine Stückzahl in der Quelleminus 6,3 Prozent
Absatz in Chinakeine Stückzahl in der Quellerund minus ein Viertel

Quelle: BMW, nach tagesschau.de vom 04.11.2026

Was die Gewinnwarnung konkret ändert

Eine Marge unter null hieße: Das Kerngeschäft mit Autos könnte im Gesamtjahr Geld verlieren.

Prognose 2026BisherJetzt
Marge im Autogeschäft1 bis 3 Prozentminus 0,5 bis plus 0,5 Prozent
Absatzleichter Rückgang, 1 bis 4,9 Prozentmoderater Rückgang, 5 bis 9,9 Prozent
Gewinn vor Steuerndeutlicher Rückgang, mehr als 15 Prozentunverändert

Quelle: BMW, nach tagesschau.de vom 04.11.2026

Warum BMW weniger verdient: China und die Modellpolitik

Wie alle deutschen Hersteller leidet BMW darunter, dass der wichtigste Automarkt der Welt schrumpft und Konkurrenz und Preiskämpfe zunehmen. Die Münchner sind dabei weniger von China abhängig als etwa die VW-Tochter Audi. Zuwächse in Europa und den USA fingen einen Teil der Rückgänge auf.

Hinzu kommt eine Entscheidung im eigenen Haus: Ältere Modelle laufen früher aus als geplant. Das kostet zusätzlich. Welche Baureihen betroffen sind, nennt unsere Quelle nicht.

Das Sparprogramm und die Abfindungen

Das im Sommer angekündigte Programm startete Anfang Oktober und wurde nach nicht einmal drei Wochen wieder geschlossen. Das Interesse der Beschäftigten an den oft deutlich sechsstelligen Abfindungen war überraschend groß. Nach früheren Aussagen rechnete BMW mit Kosten von gut einer Milliarde Euro. Weil so viele schnell zugriffen, fallen diese Kosten früher an und drücken die Marge in diesem Jahr.

Finanzchef Walter Mertl nennt die Belastung eine Investition in die Zukunft: Tempo sei bei der Neuausrichtung ein Erfolgsfaktor, damit sollen künftige Margen steigen. Konzernchef Milan Nedeljkovic spricht von konsequenten Entscheidungen und schneller Umsetzung. Das ist die Sicht des Managements. Ob die Rechnung aufgeht, zeigt sich frühestens in den kommenden Jahren.

BMW im Vergleich zu Mercedes, Audi und VW

Mit seinem Quartalsergebnis liegt BMW minimal hinter Mercedes, das auf 1,52 Milliarden Euro kam. Deutlich besser steht BMW laut tagesschau.de als Audi und VW da. Eine Auswertung zum ersten Halbjahr zeigte, dass der durchschnittliche Gewinn der Hersteller auf knapp 1.200 Euro je Auto gesunken war. Die Branche steht also insgesamt unter Druck.

Was Zulieferer und Anleger daraus ableiten können

Achtung

Zulieferer

Wenn ältere Baureihen früher enden, können sich Abrufe und Werkzeugplanungen verschieben. Klären Sie frühzeitig, was das für Ihre Liefervereinbarungen bedeutet.

Gut zu wissen

Beschäftigte

Das Programm ist laut Bericht geschlossen. Über weitere strukturelle Maßnahmen sagt der Konzern nur, er wolle sie intensivieren und beschleunigen.

Gut zu wissen

Anleger

Die BMW-Aktie verlor nachbörslich am Dienstag, am Mittwochmorgen war sie uneinheitlich. Aus einem Tag lässt sich keine Richtung ablesen. Unsere Meldung ist keine Anlageempfehlung.

Einordnung

Ein Teil der Belastung ist einmalig: Abfindungen zahlt ein Konzern nicht jedes Jahr. Die Schwäche in China dagegen bleibt ein Dauerthema, und sie trifft die ganze Branche. Die Marge um null klingt dramatisch, ist aber auch das Ergebnis einer Entscheidung, die Kosten jetzt zu nehmen. Dass BMW die Prognose für den Gewinn vor Steuern nicht weiter senkt, passt zu dieser Lesart. Bewerten lässt sich der Kurs erst, wenn die neuen Modelle im Markt sind.

Häufige Fragen

Wie viel hat BMW im dritten Quartal 2026 verdient?

Nach Steuern 1,45 Milliarden Euro, knapp 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz sank um 5,8 Prozent auf 30,5 Milliarden Euro.

Warum hat BMW eine Gewinnwarnung herausgegeben?

Wegen der Kosten des Abfindungsprogramms, des früheren Auslaufens älterer Modelle und der Schwäche in China. Die Marge im Autogeschäft erwartet BMW nur noch zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent.

Macht BMW jetzt Verlust?

Im dritten Quartal nicht. Die neue Prognose bedeutet aber, dass das Kerngeschäft mit Autos im Gesamtjahr Geld verlieren könnte. Der Konzern insgesamt verdient weiter.

Quellen

Stand: 6. November 2026. Redaktion Premiumpresse. Dieser Beitrag wurde mit KI auf Grundlage der genannten Quellen erstellt, der Abschnitt „Einordnung“ ist eine Einschätzung der Redaktion. Er ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung.

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