Das Wichtigste auf einen Blick
- Das bisherige Sparziel von 500 Millionen Euro will der Konzern bis Jahresende übertreffen.
- Zugekauft wurden Geschäfte in Skandinavien, Australien und Peru.
- Der Standort Ranville in Frankreich soll schließen.
- Das Aktienrückkaufprogramm über 1,2 Milliarden Euro ist abgeschlossen.
Heidelberg Materials hat im dritten Quartal 2026 den Umsatz um 10 Prozent auf 6.413 Millionen Euro gesteigert und das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs um 9 Prozent auf 1.281 Millionen Euro. Der Baustoffkonzern nennt ein starkes Europageschäft und Wachstum in Nordamerika als Gründe. Sein Sparprogramm wird ausgeweitet: Bis Ende 2028 sollen weitere 300 Millionen Euro hinzukommen, vor allem durch strukturelle Veränderungen in Europa. Der positive Ausblick für das Gesamtjahr bleibt bestehen. Die Zahlen stammen aus der Mitteilung des Unternehmens.
Heidelberg Materials im 3. Quartal 2026
| Kennzahl | 2026 | Vorjahr | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 6.413 Millionen Euro | 5.807 Millionen Euro | plus 10 Prozent |
| Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) | 1.281 Millionen Euro | 1.179 Millionen Euro | plus 9 Prozent |
Quelle: Heidelberg Materials, Mitteilung vom 04.11.2026
Woher das Wachstum kommt
Der Konzern nennt ein starkes Europageschäft, anhaltendes Wachstum in Nordamerika, aktives Kosten- und Preismanagement, höhere Produktivität und eine stetige Nachfrageerholung. Preissteigerungen spielen eine Rolle, die Mitteilung sagt aber nicht, wie viel davon aus Preisen und wie viel aus Mengen stammt. Die unten genannten Zukäufe wurden erst im Oktober abgeschlossen oder vereinbart, fließen also noch nicht in dieses Quartal ein.
Zukäufe im Überblick
| Geschäft | Land | Umfang | Stand |
|---|---|---|---|
| Zuschlagstoffe und Asphalt von NCC | Schweden, Norwegen | 106 Zuschlagstoffstandorte, 44 Asphaltwerke | Vereinbarung am 7. Oktober 2026 |
| Baustoffgeschäft der Maas Group | Australien | 43 Steinbrüche, 22 Betonwerke, 5 Asphaltanlagen, 1 Recyclinganlage | abgeschlossen 1. Oktober 2026 |
| 70 Prozent an Cementos Inka | Peru | je zwei Mahl- und Betonwerke | abgeschlossen 1. Oktober 2026 |
Quelle: Heidelberg Materials, 04.11.2026
Sparprogramm und Werksschließung: Was es für Beschäftigte heißt
Die 2024 angekündigte Transformation Accelerator Initiative soll bis Jahresende mehr als die geplanten 500 Millionen Euro bringen. Zusätzlich will der Konzern 300 Millionen Euro einsparen, etwa je zur Hälfte 2027 und 2028. Im Fokus stehen laut Chef strukturelle Veränderungen, insbesondere in Europa. Wegen des schwachen Marktes in einigen Ländern gilt dem Klinker- und Zementnetz in Europa besonderes Augenmerk. Am 16. September kündigte das Unternehmen an, den Standort Ranville in Frankreich zu schließen.
Wie viele Stellen betroffen sind oder ob deutsche Standorte dabei sind, nennt die Mitteilung nicht. Beschäftigte sollten das beim Betriebsrat erfragen.
CO2-Abscheidung: Warum Zement ein Sonderfall ist
Zement verursacht viel CO2, unter anderem wegen des Klinkers. Der Konzern setzt deshalb auf Produkte mit weniger Klinker und auf Abscheidung. Im walisischen Padeswood entsteht eine Anlage, die rund 95 Prozent der CO2-Emissionen des Werks abscheiden soll, etwa 800.000 Tonnen im Jahr. Erste große Anlagenteile werden ab April 2027 erwartet. In Mergelstetten eröffnete der Konzern mit drei anderen Herstellern im Juli 2026 eine Forschungsanlage für das Pure-Oxyfuel-Verfahren.
Solche Anlagen sind teuer, und Transport und Speicherung müssen geregelt sein. Ob sich das rechnet, hängt auch an den CO2-Preisen und an Kunden, die mehr für klimaärmere Baustoffe zahlen.
Was Bauunternehmen und Anleger beachten sollten
Gut zu wissen
Einkauf
Der Konzern nennt Preismanagement als Treiber. Lassen Sie sich Preisgleitklauseln und Laufzeiten bei Baustoffen früh bestätigen.
Gut zu wissen
Ausschreibungen
CO2-reduzierte Baustoffe werden häufiger angeboten. Fragen Sie nach Nachweisen und Verfügbarkeit.
Gut zu wissen
Anleger
Unsere Meldung ist keine Anlageempfehlung. Zur Aktie enthält die Mitteilung keine Bewertung, das Rückkaufprogramm ist beendet.
Einordnung
Das Ergebnis ist solide, und der Konzern gibt sich selbstbewusst. Auffällig ist, dass gute Zahlen und mehr Einsparungen zusammenkommen: Die Nachfrage erholt sich laut Unternehmen, trotzdem wird in Europa weiter umgebaut. Beschäftigte sollten daher auf die Strukturmaßnahmen achten. Alle Angaben stammen vom Unternehmen. Eine Einschätzung von Analysten oder Betriebsrat liegt uns nicht vor, und auch die Aufteilung nach Region fehlt in unserem Auszug.
Häufige Fragen
Wie hat Heidelberg Materials im dritten Quartal abgeschnitten?
Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 6.413 Millionen Euro, das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs um 9 Prozent auf 1.281 Millionen Euro.
Was plant Heidelberg Materials beim Sparen?
Das Ziel von 500 Millionen Euro will der Konzern übertreffen. Bis Ende 2028 sollen weitere 300 Millionen Euro hinzukommen, vor allem durch strukturelle Veränderungen in Europa.
Was ist das CCS-Projekt in Padeswood?
Eine Anlage in Nordwales soll rund 95 Prozent der CO2-Emissionen des Zementwerks abscheiden, etwa 800.000 Tonnen im Jahr. Erste große Anlagenteile werden ab April 2027 erwartet.
Quellen
Stand: 6. November 2026. Redaktion Premiumpresse. Dieser Beitrag wurde mit KI auf Grundlage der genannten Quellen erstellt, der Abschnitt „Einordnung“ ist eine Einschätzung der Redaktion. Er ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung.


