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Siemens hält Aeingang im 1Q auf Vorquartalsniveau

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Frankfurt am Main, Pressemitteilung vom 11.01.2010 16:26:00

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(NEU: Weitere Details, Analyst, Aktienkurs)

Von Matthias Karpstein
DOW JONES NEWSWIRES


MÜNCHEN/NEW YORK (Dow Jones)Die Siemens AG hat im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2009/10 (30. September) den Rückgang der Neuaufträge gestoppt. Für den Auftragseingang der drei Sektoren Industrie, Energie und Medizintechnik rechnet Finanzvorstand Joe Kaeser damit, das Niveau des Vorquartals von 17,9 Mrd EUR in etwa erreichen zu können, wie er dem Unternehmen zufolge am Montag vor Analysten in New York sagte. Der Umsatz werde im Auftaktquartal allerdings wie erwartet deutlich unter den 18,9 Mrd EUR des vierten Quartals im Geschäftsjahr 2008/09 liegen, sagte Kaeser weiter.

Auf dem German Investment Seminar der Commerzbank stimmte Kaeser die Analysten auf den Verlauf des Auftaktquartals ein. Die frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen auf der Kostenseite wirken stabilisierend und werden ein starkes Quartalsergebnis der Sektoren im Vergleich zum Vorquartal ermöglichen, sagte er mit Blick auf den ersten Geschäftsabschnitt, der am 31. Dezember 2009 endete.

Die Analysten von J.P. Morgan werteten Kaesers Aussagen als positiv. Der Vortrag des Siemens-Finanzvorstands deute darauf hin, dass Siemens im Auftaktquartal besser als erwartet abschneide. Die Aktie notierte gegen 17.25 Uhr bei 66,95 EUR und lag damit ebenso wie der gesamte DAX nahezu unverändert.

Das Geschäft mit der Lichtsparte Osram stimmt Kaeser weiterhin zuversichtlich. Bei den Frühzyklikern sehe ich Licht am Ende des Tunnels - und es kommt von Osram, sagte er vor den Analysten. Man gehe bei den kurzzyklischen Geschäften weiterhin von einer ersten Belebung in der zweiten Jahreshälfte aus. Hier sei eine Bodenbildung inzwischen klar auszumachen. Kaeser wiederholte allerdings auch frühere Aussagen, dass es noch Jahre dauern werde, bis für Siemens die Rekordlevel der Jahre 2007 und 2008 wieder in greifbare Nähe rücken könnten.

Die langzyklischen Geschäfte, zu denen der Energiebereich gehört, würden sich in der ersten Kalenderjahreshälfte weiter abschwächen. Für den Energiesektor und auch die Division Industry Solutions and Services sei bei diesem Trend derzeit noch keine Bodenbildung in Sicht, erklärte der Finanzvorstand.

Im Industriesegment des Technologiekonzerns zeige sich in den Divisionen weiterhin ein gemischtes Bild. Während die Industrieautomation den Boden nun erreicht habe, gelte dies für die Antriebstechnik nur in Teilen. In der Division Mobility rechnet Kaeser mit einer soliden Ergebnisentwicklung im ersten Quartal. Das Divisionsergebnis werde dabei vom Verkauf der Befeuerungssysteme für Landebahnen auf Flughäfen profitieren, der rund 40 Mio EUR einbringt.

Trotz der vom Siemens-Management immer wieder betonten Erfolge im grünen Portfolio der Umwelttechnik setzt der Konzern auch weiterhin auf das Geschäft mit der fossilen Energie. Kaeser erwarte für die Division Fossil Power Generation ein starkes operatives Ergebnis im ersten Quartal, wie es von Siemens hieß. Probleme werden aber auch hier deutlich, denn das Neugeschäft schwächt sich laut Kaeser deutlich ab.

Im Geschäft mit erneuerbaren Energien verzeichnet Siemens im Auftaktquartal die vom Unternehmen erwartete Umsatzschwäche, die zu niedrigeren Margen führt. Die Nachfrage bleibe bei den erneuerbaren Energie aber weiterhin stark.

Weiter eingetrübt habe sich hingegen der Markt für die Übertragung und Verteilung der Energie. Insbesondere für große Verteilersysteme und Transformatoren machen die Münchener hier Probleme aus.

In der Medizintechnik, der kleinsten der drei Sparten, halte sich die Division Imaging IT gut, das Wachstum bleibe aber unverändert schwach. Mit einem wachsstumsschwachen Umfeld habe es auch die Sparte Diagnostik zu tun, ihr Ergebnis bleibe dabei im Rahmen der Erwartungen.

Die Ergebnisprognose für das im September endende Geschäftsjahr 2009/10 hat Kaeser in New York bestätigt. Siemens rechnet weiterhin mit einem operativen Gewinn von 6 Mrd bis 6,5 Mrd EUR aus den Kerngeschäftsfeldern Energie, Industrie und Medizintechnik. Der organische Umsatz dürfte verglichen zum Vorjahr um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag auf etwa 73 Mrd EUR sinken.

Im Vorjahr hatten die Münchener noch einen Sektorengewinn von rund 7,4 Mrd EUR erreicht. Mit der deutlich niedrigeren Erwartung an das laufende Geschäftsjahr stellt sich der Technologiekonzern auch auf einen härteren Preiskampf ein. Siemens rechnet mit einem Preisverfall von etwa 2 Mrd EUR und einem volumenbedingten Ergebnisrückgang von rund 800 Mio EUR, wie Kaeser den Analysten erläuterte.

Der DAX-Konzern hofft allerdings auch auf positive Gegeneffekte im Umfang von 1,3 bis 1,8 Mrd EUR, die das Ergebnis der Sektoren stärken sollen. Diese wollen die Münchener aus Produktivitätsgewinnen generieren und mit ihren Fortschritten in der Supply-Chain-Initiative erreichen. Der DAX-Konzern veröffentlicht die Zahlen zum ersten Quartal am 26. Januar, dem Tag der Hauptversammlung des Konzerns.


Webseite: www.siemens.com

- Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires;
49 89 55214030, matthias.karpsteindowjones.com
(Philipp Grontzki in Frankfurt hat zu diesem Bericht beigetragen).

DJG/mak/kla
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January 11, 2010 11:26 ET (16:26 GMT)

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