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Die Universität Zürich legt Forschungsergebnisse zur Kälberstudie vor.
Der Landwirt Ernst Weber erlaubte 1999 der Swisscom auf seinem Hof einen Mobilfunkmast aufzustellen. Im Jahr 2003 kam auf dem Hof dann das erste Kalb mit einem Augenschaden auf die Welt.
In den Folgejahren erblindeten zwei weitere Kälber und mussten auch geschlachtet werden. Die monatliche Summe von 100 Franken pro Monat sind nichts gegen seine kranken Nutztiere.
Aber nicht nur die Tiere leiden, sondern auf die Nachbarn beschweren sich über Muskelkrämpfe, starke Kopfschmerzen,Augen- und Nervenentzündungen.
Nun läuft der Vertrag mit der Swisscom aus und Bauer Weber verlängert nicht, denn ein Kalb mit Grauem Star findet das Euter der Mutter nicht. Die Swisscom nahm zu dem Fall keine Stellung.
Auch andere Bauern berichten von blinden Kälbern wegen Handymasten. Besonders hart traf es Hans Sturzenegger in Winterthur: Seitdem auf seinem Hof eine Orange-Antenne stand, kam ein Drittel der Kälber mit Augenschäden auf die Welt. Insgesamt waren rund 50 Tiere betroffen. Nach jahrelangem Seilziehen brach Orange 2006 die Antenne ab.
Eine breit angelegte Studie beweist nun das erhöhte Risiko: In der ganzen Schweiz wurden die Augen von über 250 Kälbern untersucht. Das Ergebnis war eindeutig: Wenn nahe beim Stall der trächtigen Kuh eine Handyantenne steht, ist das Risiko signifikant erhöht, dass das Kalb grauen Star hat., heißt es in der Studie.
Wissenschafter befürchten, dass Handystrahlen auch beim Menschen grauen Star auslösen könnten. Erste Hinweise gab es in den Sechzigerjahren, sagt Lothar Geppert von der Umweltorganisation Diagnose-Funk: Grauer Star war damals eine Berufskrankheit von Radartechnikern. Verantwortlich dafür waren Röntgenstrahlen, aber auch Mikrowellen. Geppert: Ganz ähnliche Mikrowellen strahlen heute Handys und Handyantennen aus.
Wenn der Mensch mit dem Handy telefoniert, bekommt das Auge einen Teil der Strahlung ab. Die möglichen Folgen haben Forscher in China an Kaninchen getestet: Sie bestrahlten die Augen der Tiere mit der etwa sechsfachen Feldstärke, wie sie beim Handygebrauch auftritt. Bereits nach drei Stunden konnten sie Vorstufen von grauem Star feststellen.
Was bedeutet das für den Menschen?
Die Erkenntnisse bei den Kälbern seien ein wichtiger Anhaltspunkt, denn viele Mechanismen laufen bei der Kuh wohl gleich ab, wie beim Menschen.
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