Muttertag ist Spendentag für Mütter: Müttergenesungswerk sammelt im Jubiläumsjahr (mit Bild)
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Laut BUND stammen derzeit rund 90 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen von holländischen Großhändlern. Davon wird die Hälfte in europäischen Gewächshäusern gezüchtet, während die andere Hälfte vorwiegend aus afrikanischen und südamerikanischen Ländern kommt. Die dortigen klimatischen Bedingungen erlauben eine ganzjährige Blumenzucht ohne jenen Energieaufwand, wie er in den Gewächshäusern Europas durch zusätzliche Beheizung oder künstliche Lichtproduktion erforderlich ist. Am meisten profitiert die Blumenindustrie jedoch von den billigen Produktionsbedingungen wie Kinderarbeit, niedrigen Löhnen, geringen Umweltauflagen und fehlenden Sicherheitskontrollen in den Entwicklungsländern, so der BUND.
Zur Blumenproduktion werden auf den Großplantagen Afrikas oder Mittel- und Südamerikas hochgiftige Pestizide eingesetzt, die zum Teil in Europa verboten sind. Diese Chemikalien vergiften Boden und Gewässer, bedrohen den Viehbestand und ruinieren die Gesundheit der Farmarbeiter, die den Ackergiften ohne ausreichenden Schutz ausgeliefert sind. Im Blumenladen werden Herkunft oder chemische Belastung der Pflanzen zumeist nicht angegeben und ist häufig sogar den Händlern unbekannt.
Eine Garantie für Blumen, die nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards produziert werden, liefern nur Ökosiegel wie sie z.B. vom "Flower-Label-Program" (FLP) oder von TransFair verliehen werden. Beide Siegel stehen für faire Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von illegaler Kinderarbeit, Gesundheitsschutz und Schutz der Umwelt. Der BUND empfiehlt, nur Blumen mit diesen Labeln zu kaufen. Leider werden sie derzeit nur in ca. 1000 Läden in Deutschland angeboten. Es ist daher ratsam, im Internet nach diesen Floristen zu suchen oder die fairen Blumen bei Onlineanbietern zu bestellen, z.B. bei bioblumen oder fairflowers.
Wer Blumen aus dem eigenen Garten verschenkt, die ohne künstlichen Dünger oder chemische Insektengifte gewachsen sind, vermeidet nicht nur die Gesundheitsrisiken und Umweltbelastungen, die durch Produktion, Ernte und Kompostierung handelsüblicher Schnittblumen entstehen, sondern auch unnötige Energievergeudung, die beim Transport mit dem Flugzeug oder beim Anbau von Zierblumen im Gewächshaus entsteht.
Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein. Sie erscheinen in der Regel dienstags.
Berlin, den 4. Mai 2009
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