Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Wirtschaft trägt mit 2,05 Prozent des Bruttoinlandsprodukts etwa zwei Drittel der Forschung.
- Ministerin Dorothee Bär sieht noch Luft nach oben.
- Es handelt sich um nominale Werte, also vor Abzug der Preissteigerung.
- Die Zahlen sind erste Trenddaten, keine endgültige Statistik.
Unternehmen in Deutschland haben 2025 intern 92,9 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben, kaum mehr als die 92,5 Milliarden Euro des Vorjahres. Das Personal ging um 6.654 auf 547.447 Vollzeitstellen zurück. Erstmals seit 2016 sanken auch die Ausgaben für externe Forschungsaufträge, um 0,9 Prozent auf rund 32,7 Milliarden Euro. Das zeigen erste Trenddaten des Stifterverbands für das Forschungsministerium. Der Anteil aller Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt fiel von 3,12 auf 3,07 Prozent.
Forschung und Entwicklung in Zahlen
| Kennzahl | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Interne Ausgaben der Wirtschaft | 92,9 Milliarden Euro | 92,5 Milliarden Euro |
| Forschungspersonal (Vollzeit) | 547.447 | 554.101 |
| Externe Forschungsaufträge | rund 32,7 Milliarden Euro | rund 33 Milliarden Euro |
| Anteil aller Forschungsausgaben am BIP | 3,07 Prozent | 3,12 Prozent |
| Anteil der Wirtschaft am BIP | 2,05 Prozent | 2,11 Prozent |
Quelle: Stifterverband, Mitteilung vom 05.11.2026. Personal 2024 eigene Rechnung.
Warum Stagnation eigentlich Rückgang ist
92,9 Milliarden Euro sind 0,4 Milliarden mehr als im Vorjahr, also rund 0,4 Prozent. Das ist nominal, also ohne Abzug von Preissteigerungen. Wenn Löhne und Geräte teurer werden, kauft man für dieses Geld weniger Forschung. Dazu passt, dass das Personal schrumpft. Auch die sinkende Quote am Bruttoinlandsprodukt deutet in diese Richtung.
Die Bundesministerin für Forschung, Dorothee Bär, sagt: Dass Unternehmen mehr investierten, sei erst einmal gut, die Aufwärtsbewegung bleibe aber hinter den Erwartungen zurück. Das ist eine freundliche Formulierung.
Warum die sinkenden Forschungsaufträge ein Warnzeichen sind
Erstmals seit 2016 gaben Unternehmen weniger für externe Aufträge an andere Firmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen aus. Das trifft auch Institute und Hochschulen. Viele Forschungsinstitute und Hochschulen leben auch von solchen Aufträgen. Sparen Firmen dort, spürt es die Wissenschaft mit Verzögerung.
Welche Branchen besonders kürzen, nennt die Mitteilung in unserem Auszug nicht. Die Trenddaten sind ohnehin vorläufig. Detaildaten sollte man beim Stifterverband nachsehen.
Was ist die Forschungsquote?
Sie gibt an, welcher Anteil der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung fließt, von Unternehmen, Hochschulen, staatlichen Einrichtungen und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck. Die Quote gilt als Maß für die Zukunftsvorsorge eines Landes. Deutschland liegt bei 3,07 Prozent. Weil das Bruttoinlandsprodukt mitspielt, kann sie auch schwanken, wenn sich an den Ausgaben wenig ändert.
Was Unternehmen und Forschende prüfen sollten
Gut zu wissen
Unternehmen
Die steuerliche Forschungszulage kann auch kleine Betriebe entlasten. Fragen Sie Ihr Steuerbüro nach den aktuellen Bedingungen.
Gut zu wissen
Hochschulen
Weniger Aufträge aus der Wirtschaft sollten früh in der Planung auftauchen, ganz besonders bei drittmittelfinanzierten Stellen.
Gut zu wissen
Bewerber
Weniger Forschungspersonal bedeutet nicht überall weniger Bedarf. Schauen Sie auf Branche und Schwerpunkt.
Einordnung
Die Zahlen sind kein Einbruch, aber sie sind ein Warnsignal, gerade weil Forschung erst Jahre später wirkt. Dass das Personal schrumpft und die Aufträge nach außen erstmals seit 2016 sinken, ist auffälliger als die Gesamtsumme. Die Daten sind vorläufig und stammen aus einer Befragung, die der Stifterverband im Auftrag des Ministeriums macht. Den Vergleich mit anderen Ländern enthält die Mitteilung nicht, und eine Aufschlüsselung nach Branchen fehlt in unserem Auszug.
Häufige Fragen
Wie viel gibt die Wirtschaft für Forschung aus?
2025 waren es intern 92,9 Milliarden Euro, 2024 waren es 92,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen rund 32,7 Milliarden Euro für externe Forschungsaufträge.
Wie hoch ist die Forschungsquote in Deutschland?
2025 lag sie bei 3,07 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, nach 3,12 Prozent im Jahr 2024. Der Anteil der Wirtschaft allein betrug 2,05 Prozent.
Warum sinkt das Forschungspersonal?
Die Zahl der Vollzeitstellen ging um 6.654 auf 547.447 zurück. Die Mitteilung nennt keine einzelnen Gründe.
Quellen
Stand: 6. November 2026. Redaktion Premiumpresse. Dieser Beitrag wurde mit KI auf Grundlage der genannten Quellen erstellt, der Abschnitt „Einordnung“ ist eine Einschätzung der Redaktion. Er ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung.


