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Nachrichten aus Wirtschaft und Mittelstand

Digitaler Führerschein: Start Ende November geplant, das müssen Sie wissen

Stand 6. November 2026 Technik Mit KI erstellt

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Start ist für Ende November 2026 vorgesehen, das Ministerium testet die Funktion derzeit intern.
  • Geeignet ist ein deutscher Kartenführerschein ab Ausstellung 1. Januar 1999. Alte Papierführerscheine gehen nicht.
  • Das Smartphone braucht laut Kraftfahrt-Bundesamt mindestens iOS 17 oder Android 12 sowie NFC.
  • Im Ausland brauchen Sie weiter die Karte. Ein europaweiter digitaler Führerschein soll bis Ende 2030 kommen.
  • Die Kartenversion bleibt gültig, die Umtauschfrist für Karten von 2002 bis 2004 endet trotzdem am 19. Januar 2027.

Der digitale Führerschein soll nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums voraussichtlich Ende November 2026 in der i-Kfz-App starten, einen festen Tag gibt es noch nicht. Die gesetzliche Grundlage gilt seit dem 14. Oktober. Nötig sind ein deutscher Kartenführerschein, der ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt wurde, ein passendes Smartphone und die Online-Ausweisfunktion. Er ist freiwillig, gilt zunächst nur in Deutschland und ersetzt den Pflichtumtausch nicht.

Fahrer hält im geparkten Auto ein Smartphone mit einem kartenähnlichen Dokument
Symbolbild, mit KI erzeugt.

Wann kommt der digitale Führerschein?

Die rechtlichen Regeln gelten seit dem 14. Oktober 2026, die technischen Voraussetzungen hat das Bundesverkehrsministerium mit einer Bekanntmachung vom 19. Oktober im Bundesgesetzblatt bestätigt. Der ADAC berichtet, das Ministerium rechne mit einem Start im November, das Fachportal PC Games Hardware nennt nach Ministeriumsangaben Ende November. Einen konkreten Tag hat der Bund nicht genannt, die App wird intern getestet.

Solange die Funktion nicht in der App freigeschaltet ist, bleibt alles beim Alten. Bis dahin müssen Sie die Karte mitführen. Ein Foto des Führerscheins auf dem Handy ersetzt das Dokument auch danach nicht.

Geregelt ist der digitale Nachweis in § 2d des Straßenverkehrsgesetzes und in § 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Den Antrag stellen Sie danach beim Kraftfahrt-Bundesamt, also nicht bei Ihrer Führerscheinstelle vor Ort.

So richten Sie den digitalen Führerschein ein

Die Einzelheiten will der Bund zum Start veröffentlichen. Nach dem heutigen Stand läuft es so:

  1. Online-Ausweisfunktion prüfenSie brauchen den Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion und die zugehörige PIN.
  2. i-Kfz-App installierenDie kostenlose App des Kraftfahrt-Bundesamts gibt es für iOS und Android.
  3. AusweisenSie identifizieren sich mit dem Ausweis am Smartphone. Dafür braucht das Handy NFC.
  4. Führerschein hinterlegenDas Kraftfahrt-Bundesamt stellt den Nachweis aus, die Daten stammen unter anderem aus dem Zentralen Fahrerlaubnisregister.

Online-Ausweisfunktion aktivieren: So klappt es, auch wenn die PIN weg ist

Für den Antrag brauchen Sie einen elektronischen Identitätsnachweis. In der Praxis ist das der Personalausweis mit eingeschalteter Online-Funktion und PIN. Viele haben die Funktion nie genutzt oder die PIN vergessen.

Dafür gibt es seit Kurzem wieder einen Postweg. Die Stadt München meldete am 26. Oktober 2026, dass der Bund den PIN-Rücksetzbrief kostenlos online anbietet. Sie brauchen einen gültigen Ausweis, eine deutsche Meldeadresse, die AusweisApp und ein Smartphone mit NFC. Der Brief kommt innerhalb von sieben Werktagen und muss laut Stadt persönlich entgegengenommen werden. Mit ihm aktivieren Sie die Funktion und legen eine neue PIN fest.

Der zweite Weg führt ins Bürgeramt. Dort lässt sich die Funktion direkt beim Termin einschalten und die PIN neu setzen. In München ist das gebührenfrei, einen Termin brauchen Sie dort aber. Wer es zum Start der App schaffen will, sollte den Brief also jetzt bestellen, nicht erst Ende November.

Welche Handys sind für den digitalen Führerschein geeignet?

GerätStandHinweis
iPhoneab iOS 17NFC vorhanden, neuere Modelle
Android, zum Beispiel Samsung oder Google Pixelab Android 12NFC erforderlich
Huaweinicht nutzbarkeine Google-Dienste
Ältere Motorola-Gerätenicht nutzbarunterstützt werden unter anderem Edge 50 Neo, Edge 50 Ultra und Razr 50 Ultra

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt und ADAC, zitiert von echo24, 29.10.2026

Welcher Führerschein lässt sich digitalisieren?

Voraussetzung ist ein gültiger deutscher Kartenführerschein, ausgestellt ab dem 1. Januar 1999. Das Ausstellungsdatum finden Sie auf der Vorderseite unter Ziffer 4a. Wer noch einen alten Papierführerschein oder eine ältere Karte hat, kann den digitalen Nachweis so nicht beantragen. Er braucht zuerst eine neue Karte.

Für Lkw- und Busfahrer lohnt ein zweiter Blick: Ihre Führerscheine laufen nicht im Stufenplan, sondern haben eigene Befristungen. Der digitale Nachweis verlängert keine Frist.

Welche Daten stehen im digitalen Führerschein?

Laut Gesetz enthält er alle Daten des deutschen Führerscheins, nur die Unterschrift fehlt. Das Kraftfahrt-Bundesamt nimmt sie aus dem Zentralen Fahrerlaubnisregister und prüft Einträge im Fahreignungsregister, die die Fahrberechtigung berühren.

Das Foto kann aus dem Pass- oder Personalausweisregister kommen. Darin müssen Sie beim Antrag in der App einwilligen. Es kann also ein anderes Bild sein als auf Ihrer Karte. Verliert jemand die Fahrberechtigung, darf das Amt den Nachweis in der App als ungültig anzeigen.

Führerschein umtauschen: Diese Fristen gelten weiter

Der digitale Nachweis ändert nichts am Pflichtumtausch. Für Karten ab 1999 zählt das Ausstellungsjahr, nicht das Jahr der Fahrprüfung. Wer vor 1953 geboren ist, hat unabhängig davon bis zum 19. Januar 2033 Zeit.

Ausstellungsjahr der KarteUmtausch bis
1999 bis 200119. Januar 2026 (abgelaufen)
2002 bis 200419. Januar 2027
2005 bis 200719. Januar 2028
200819. Januar 2029
200919. Januar 2030
201019. Januar 2031
201119. Januar 2032
2012 bis 18. Januar 201319. Januar 2033

Quelle: ADAC, Fristentabelle, Stand 02.11.2026

Papierführerschein: Die Frist ist meist schon vorbei

Für Dokumente, die bis Ende 1998 ausgestellt wurden, richtet sich der Umtausch nach dem Geburtsjahr. Die letzte Stufe für die Jahrgänge ab 1971 endete am 19. Januar 2025. Wer so einen Schein noch im Portemonnaie hat und nach 1952 geboren ist, ist also spät dran.

Kosten, Unterlagen und Ablauf beim Umtausch

Sie stellen den Antrag bei Ihrer Führerscheinstelle und legen Personalausweis oder Reisepass, ein biometrisches Passfoto und den aktuellen Führerschein vor. Eine Prüfung oder Gesundheitsuntersuchung gibt es bei Pkw- und Motorradklassen nicht. Der ADAC nennt rund 25 Euro, der ACV 26,50 Euro, dazu kommen Foto und gegebenenfalls Versand. Stammt ein Papierführerschein von einer anderen Behörde, brauchen Sie zusätzlich eine Karteikartenabschrift.

Die neue Karte gilt 15 Jahre. Befristet ist nur das Dokument, nicht Ihre Fahrberechtigung. Alte Klassen bleiben erhalten und werden in die entsprechenden neuen Klassen übertragen.

Frist verpasst: Was droht?

Die Fahrerlaubnis bleibt bestehen, Sie begehen keine Straftat. Laut ADAC riskieren Pkw- und Motorradfahrer ein Verwarnungsgeld von 10 Euro. Im Ausland kann das abgelaufene Dokument Probleme machen, besonders beim Anmieten eines Mietwagens.

Reicht das Handy bei der Verkehrskontrolle?

Ja, sobald die Funktion verfügbar und eingerichtet ist. Wer sich digital ausweist, ist nach § 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung von der Pflicht befreit, die Karte mitzuführen. Dann muss er den digitalen Nachweis dabeihaben, ihn auf Verlangen vorzeigen und die Prüfung der Daten ermöglichen. Zum Start rät der ADAC Württemberg trotzdem dazu, die Karte sicherheitshalber weiter mitzunehmen.

Das hat einen Grund. Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte im vergangenen Jahr zwar digitale Nachweise, bemängelte aber fehlende bundeseinheitliche Schulungen zur Prüfung solcher Dokumente.

Akku leer oder Führerschein vergessen: Welche Strafe droht?

Wer seinen Nachweis nicht vorzeigen kann, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Polizei Heilbronn nannte dem Portal echo24 dafür ein Verwarngeld von 10 Euro, in welcher Form der Führerschein auch fehlt. Dass Sie fahren dürfen, prüfen die Beamten über ihre Auskunftssysteme. Fahren ohne Fahrerlaubnis ist das nicht.

Wann das Handy nicht gilt

§ 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung schließt den digitalen Nachweis in vier Fällen aus: solange ein Fahrverbot wirkt, wenn die Fahrerlaubnis erloschen oder vorläufig entzogen ist und wenn der Führerschein wegen einer behördlichen Maßnahme nicht bei Ihnen ist. Wer während eines Fahrverbots das Handy zückt, hat also nichts gewonnen.

Gilt der digitale Führerschein im Ausland?

Nein. Er ist zunächst nur als Nachweis innerhalb Deutschlands vorgesehen. Wer nach Österreich, Frankreich oder in die Niederlande fährt, nimmt die Karte mit. Das betrifft auch Lkw-Fahrer und alle anderen, die beruflich über die Grenze fahren.

Die EU arbeitet an einem einheitlichen digitalen Führerschein, der bis Ende 2030 in allen Mitgliedstaaten verfügbar und gegenseitig anerkannt sein soll. Zusätzlich soll der deutsche Nachweis nach Angaben des Ministeriums Anfang 2027 in der staatlichen Wallet für digitale Identitäten verfügbar werden.

Digitaler Führerschein und digitaler Fahrzeugschein im Vergleich

Digitaler FahrzeugscheinDigitaler Führerschein
Verfügbarseit November 2025voraussichtlich November 2026
Appi-Kfz-Appi-Kfz-App
Identifizierungelektronischer Personalausweiselektronische Identifizierung, zum Beispiel Online-Ausweisfunktion
Weitergabemöglich durch die Person, die ihn heruntergeladen hatpersönlicher Nachweis
Pflichtfreiwilligfreiwillig

Quelle: Autohaus, ms-aktuell

Was Fuhrparks und Betriebe beachten sollten

Achtung

Führerscheinkontrolle

Wer im Unternehmen Führerscheine prüft, sollte seine Regeln anpassen. Klären Sie, ob Sie weiter die Karte sehen wollen, solange unklar ist, wie sich der digitale Nachweis intern prüfen lässt.

Achtung

Grenzverkehr

Für Fahrten ins Ausland bleibt die Karte Pflicht. Das gehört in die Fahreranweisung.

Gut zu wissen

Dienst- und Privathandy

Ob sich der Nachweis auf mehreren Geräten hinterlegen lässt, ist laut echo24 noch offen. Warten Sie die Angaben zum Start ab.

Gut zu wissen

Umtausch nicht vergessen

Prüfen Sie die Karten von Beschäftigten mit Ausstellung 2002 bis 2004, die Frist endet am 19. Januar 2027.

Einordnung

Der digitale Führerschein ist eine echte Erleichterung für den Alltag, aber kein Ersatz für alles. Er hängt an einem funktionierenden Handy, an einer aktivierten Ausweisfunktion und vorerst an der deutschen Grenze. Wer die Karte zum Start einfach im Handschuhfach lässt, macht wenig falsch. Der ADAC begrüßt die Einführung, verlangt aber Freiwilligkeit, Datenschutz und einen Betrieb, der im Alltag funktioniert. Ob das klappt, zeigt sich erst in den ersten Kontrollen.

Häufige Fragen

Wann startet der digitale Führerschein?

Das Bundesverkehrsministerium rechnet laut ADAC mit einem Start im November 2026. Einen verbindlichen Termin gibt es noch nicht. Die gesetzliche Grundlage gilt seit dem 14. Oktober 2026.

Welche App brauche ich für den digitalen Führerschein?

Die kostenlose i-Kfz-App des Kraftfahrt-Bundesamts. Über sie läuft bereits der digitale Fahrzeugschein. Sie benötigen außerdem die Online-Ausweisfunktion Ihres Personalausweises samt PIN.

Ist der digitale Führerschein Pflicht?

Nein, er ist freiwillig und ergänzt die Karte. Wer weiter nur den Kartenführerschein nutzen möchte, kann das uneingeschränkt tun.

Ersetzt der digitale Führerschein den Umtausch?

Nein. Die Umtauschfristen gelten weiter. Karten aus den Jahren 2002 bis 2004 müssen bis zum 19. Januar 2027 getauscht werden, auch wenn Sie den digitalen Nachweis nutzen wollen.

Welche Handys funktionieren?

Nötig sind laut Kraftfahrt-Bundesamt mindestens iOS 17 oder Android 12 sowie NFC. Laut ADAC ist die i-Kfz-App auf Huawei-Geräten und älteren Motorola-Modellen nicht nutzbar.

Quellen

Stand: 6. November 2026. Redaktion Premiumpresse. Dieser Beitrag wurde mit KI auf Grundlage der genannten Quellen erstellt, der Abschnitt „Einordnung“ ist eine Einschätzung der Redaktion. Er ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung.

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