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Das deutsche Hochschulstudium sei -wenig offen-, schrieb das niederländische Online-Magazin -ScienceGuide- am 3. Dezember 2008. Damit war die Internationalität des Studienangebots gemeint. Der Beitrag fasste eine Studie der Gesellschaft für empirische Sozialstudien (GES) sowie Stellungnahmen ihrer Auftraggeber und Kommentatoren - Hochschulmagazin -duz-, Humboldt-Stiftung, Deutscher Akademischer Auslandsdienst, Hochschulrektorenkonferenz sowie -Der Spiegel- - zusammen.
Die GES-Forscher ermittelten demnach bei den akademischen Auslandsämtern, dass die Professoren in Deutschland zu 94 Prozent Deutsche seien, von den verbleibenden 6 Prozent sei nochmals ein großer Anteil deutschsprachig. Bei den Kunst- und Musikhochschulen liege, so besagt die Untersuchung, die Quote der Professoren und Studierenden aus dem Ausland am höchsten.
Man mag sich fragen, warum die Professorenschaft in Deutschland so wenig international zusammengesetzt ist. Dies lässt sich mit Blick auf die international sehr unterschiedlichen Standards für das Professorenamt und auf die deutschen Bedingungen zur Berufung von Professoren verstehen, außerdem aus der überwiegenden Praxis der Verbeamtung von Professoren begründen, die Ausländern nicht gleichermaßen eröffnet wird wie Deutschen. Die deutschen Hochschulstrukturen halten daher sicherlich einige nachvollziehbare Hürden bereit, die einer mehr international zusammengesetzten Professorenschaft im Wege stehen.
Es gebe zwar, so die Studie, zu durchschnittlich 12 Prozent Studiengänge mit dem Prädikat -international- in Deutschland, was durch fremdsprachige Lehrveranstaltungen, ein besonderes Curriculum oder einen obligatorischen Auslandsaufenthalt begründet sei; dort seien aber nur etwa sechs Prozent der Studierenden eingeschrieben.
Die Daten dieser Untersuchung stammen überwiegend von den großen Universitäten mit mehr als 20.000 Studierenden; nur rund die Hälfte der Fachhochschulen hatte Informationen beigesteuert.
Indikatoren für Internationalität
Man finde bereits eine Reihe Studiengänge vor, in denen in englischer Sprache gelehrt werde, so das Hochschulmagazin -duz-, aber die Internationalisierung sei in Deutschland weniger weit fortgeschritten als gedacht.
Auffällig ist, dass die Englischsprachigkeit der Lehrveranstaltungen oftmals bereits als ein Zeichen für Internationalität aufgefasst wird. Dabei spielen Ausrichtung und Inhalte eines Curriculums möglicherweise eine entscheidendere Rolle als die Sprache, in der sich Professoren und Studierende verständigen. Wenn beispielsweise in einem Studiengang fast ausschließlich angelsächsische Literatur verwendet wird, ist er dadurch noch nicht internationaler als ein anderer, der überwiegend deutschsprachige Literatur verwendet. Entscheidender dürfte sein, dass internationale Literaturauswahl sowie internationale Themensetzungen vorhanden sind - sekundär hingegen, ob die internationalen Bücher in ihrer Originalsprache oder in Übersetzung verwendet werden und in welcher Sprache die Vorlesungen und Seminar stattfinden.
Die -Internationale Strategie- der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die am 19. November 2008 bekannt gegeben wurde, löst sich vom Blick auf Details und zielt auf eine -Transnationalität- der Hochschulen. Ziele seien z. B. die Mitgestaltung bei der Entwicklung internationaler Standards, der Aufbau von Studienangeboten und gar Hochschulen im Ausland, Partnerschaft mit ausländischen Hochschulen sowie die Verbesserung von Mobilität und Interkulturalität von Studierenden und Wissenschaftlern.
Internationalität lässt sich folglich sowohl an Details von Studienangeboten und ihrem Charakter als auch an einer grundsätzlichen institutionellen Ausrichtung ablesen.
Gelebte Internationalität
Die Stenden University Berlin (SUB) verwirklicht einen umfassend internationalen Ansatz:
Die Professorenschaft wird international besetzt; bereits die erste Berufung erging an einen Niederländer. Die Studierenden werden aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen teilnehmen, ermöglicht durch die Form des Fernstudiums. Die Themen- und Aufgabenstellungen der Lehrveranstaltungen sind international ausgerichtet, die zu bearbeitende Literatur ist internationaler Herkunft. Durch internationale wissenschaftliche Partnerschaften und als Teil des internationalen Stenden-Netzwerks verwirklicht die Hochschule auch strukturell ihre internationale Ausrichtung.Stenden University Berlin (SUB) ist eine private, staatlich anerkannte, wissenschaftliche Hochschule (Universität) im Aufbau. Trägergesellschaft ist die Stenden University Berlin gemeinnützige GmbH, die von der Stichting Stenden Hogeschool, Leeuwarden (Niederlande), einer international ausgerichteten Fachhochschule mit mehr als 10.000 Studierenden, errichtet wurde.
Das Lehr- und Forschungsprofil der SUB liegt im Bereich der Managementwissenschaften. Die neue Privatuniversität bietet englischsprachige Masterstudiengänge im Fernstudium an, die berufsbegleitend in zwei Jahren Regelstudienzeit absolviert werden können. Das Studienangebot beginnt im September 2009 mit drei weiterbildenden Masterstudiengängen im Fernstudium; weitere Studiengänge sind in Vorbereitung.
Die neue Weiterbildungsuniversität ist konsequent international ausgerichtet, ihre Studiengänge werden in englischer Sprache durchgeführt. Derzeit richtet sie einen für -Distance Learning- und ihre Zielgruppen geeigneten Campus in Berlin-Mitte ein.
Weitere Informationen: http://www.uni-stenden.de
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