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Weltmännertag am 3. November 2004

Düsseldorf, Pressemitteilung vom 28.10.2004 19:15:00

Weltmännertag am 3. November 2004

Die Petition richtet sich ein Gesetzesvorhaben von Bundesjustizministerium Zypries, das anonyme Vaterschaftstests verbieten soll. Väter, die sich ihrer Vaterschaft unsicher sind, müssten dann um die Erlaubnis der betreffenden Mutter zum Vaterschaftstest ersuchen. ·          ? Männerpolitik in Deutschland (noch) ein Fremdwort ist, in Österreich jedoch nicht? Im dortigen Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz gibt es eine männerpolitische Grundsatzabteilung. Im September 2004 richtete das Ministerium die 1. Europäische Väterkonferenz aus. Außerdem fördert es männerpolitische Aktivitäten, Projekte und Initiativen mit öffentlichen Mitteln.
 
          In Deutschland gibt es Vergleichbares weder auf Bundesebene noch in einem einzigen der 16 Bundesländer. ·          .... es mittlerweile nicht nur den ?Girl"s Day? gibt, auf dem Mädchen in technische Berufe hineinschnuppern können?             Auf lokaler und regionaler Ebene werden inzwischen bereits vielfach Zukunftstage für Jungen angeboten, die es ihnen ermöglichen, Berufe kennenzulernen, die bislang fast nur Frauen offen standen.   Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass z.B. nur 15% aller Grundschullehrer und 2% aller Erzieher in Kindergärten Männer sind, ist dies eine begrüßenswerte Entwicklung. ·          ? rituelle Beschneidungen von Männern nur in Schweden als einzigem Land der Welt weitgehend verboten sind? Beschneidungen an Babies unter zwei Monaten dürfen nur noch unter Betäubung und in Anwesenheit eines Arztes vorgenommen werden. Auslöser für die gesetzliche Regelung waren mehrere Todesfälle unter männlichen Säuglingen.
 
            Die Beschneidung von männlichen Kindern und Jugendlichen in Deutschland wird juristisch nicht verfolgt, da zwar der Tatbestand der Körperverletzung erfüllt ist, die Tat aber nicht als rechtswidrig gilt. Die Beschneidung von weiblichen Kindern und Jugendlichen wird in Deutschland und vielen anderen westlichen Industrieländern dagegen als (schwere bzw. gefährliche) Körperverletzung verfolgt und bestraft. ·          ... das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kürzlich nicht nur eine Studie über Gewalt gegen Frauen veröffentlicht hat, sondern auch eine Pilotstudie ?Gewalt gegen Männer?? Die Studie hat u.a. ergeben, dass jedem vierten der befragten rund 200 Männer einmal oder mehrmals mindestens ein Akt körperlicher Gewalt durch die aktuelle oder letzte Partnerin widerfahren ist.
 
   Bemerkenswert auch: innerfamiläre Gewalt ist nahezu gleichwertig auf männliche und weibliche Täter verteilt. ·          ? Männern in vielen Bundesländern per Gesetz der Job eines Gleichstellungsbeauftragten verwehrt ist? So etwa in Hessen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen, de facto auch in Sachsen-Anhalt. Diese Gesetze verstoßen nicht einmal gegen das Grundgesetz. Allerdings sollen staatliche Stellen bei allen ihren Maßnahmen die Grundsätze des Gender Mainstreaming beachten, d.h. die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern in gleichem Maße berücksichtigen.
 
Gleichstellung als reine Frauenveranstaltung sollte daher eigentlich gar nicht mehr möglich sein. ·          ? linke schwedische Parlamentarier die Einführung einer ?Männersteuer? ins Gespräch gebracht haben? Finanziert werden sollen mit den Einkünften die Kosten, die die ?Gewalt gegen Frauen? dem Gemeinwesen Jahr für Jahr bereiten.            Die Frage, was Männer dazu bringt, Gewalt anzuwenden, beantwortet diese Steuer allerdings nicht. Eine Ausweitung auf andere Bevölkerungsgruppen, die ebenfalls überdurchschnittlich häufig straffällig werden, z.B. Ausländer, ist übrigens nicht vorgesehen. Mehr Informationen über MANNdat finden Sie auf unserer Internetseite www.manndat.de .
 
Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns unter manndat@domeus.de .   MANNdat e.V. Geschlechterpolitische Initiative Stuttgart - Ver?ntlicht von pressrelations.


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