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Von Tschechien bis an die Nordsee eröffnen Zehntausende am Ersten Internationalen Elbe-Badetag das längste Freibad Europas

Düsseldorf, Pressemitteilung vom 11.07.2002 13:05:00

Von Tschechien bis an die Nordsee eröffnen Zehntausende am Ersten Internationalen Elbe-Badetag das längste Freibad Europas

Hamburg (ots) - Mehr als 10.000 Menschen werden am kommenden Sonntag, 14. Juli, in der Elbe baden, die vor wenigen Jahren noch als der dreckigste Fluss Europas galt. Der Erste Internationale Elbe-Badetag wurde von der Deutschen Umwelthilfe e.V. und dem Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr im Rahmen ihres Projektes "Lebendige Elbe" initiiert. Das vor fünf Jahren gegründete Projekt hat sich eine verstärkte Zusammenarbeit der über 400 an der Elbe aktiven Organisationen zum Ziel gesetzt, um ein ganzheitliches Schutzkonzept für den Fluss von der Quelle bis zur Mündung zu entwickeln und eine nachhaltige Entwicklung der Elbregion zu fördern.
 
Seit der Wiedervereinigung wurden 100 Millionen Euro in die Sanierung der Elbe investiert. So wurden alleine mehr als 200 Kläranlagen gebaut. Damit hat sich der ehemalige "Abwasserkanal" wieder in einen Fluss gewandelt, in dem gebadet werden kann. Um dies zu feiern, werden Menschen an über 50 Orten entlang des 1000 km langen Flusses von Tschechien bis zur Nordsee am 14. Juli 2002 um 14.00 Uhr in der Elbe baden. Der am Sonntag stattfindende Elbe-Badetag zeigt das Engagement und die neue Begeisterung der Elbanwohner für ihren Fluss: über 50 lokale Gruppen, Städte und Gemeinden haben eigene Bade- und Volksfeste angekündigt (www.elbebadetag.de).
 
Die Hamburger werden am Strand in Wittenbergen feiern. Die begleitende Ausstellung "Mit allen Wassern gewaschen" im Foyer des Gruner + Jahr Pressehauses am Baumwall zeigt die Geschichte der Elbe und der Badekultur. An Orten wie in Hamburg, wo sich aufgrund der heftigen Gewitter und außerordentlichen zusätzlichen Wolkenbrüche der letzten Tage eine außergewöhnliche bakteriologische Belastung der Elbe ergeben hat, wird der Elbebadetag als symbolischer Akt gefeiert. Roberto Epple, Projektleiter "Lebendige Elbe", Deutsche Umwelthilfe e.V.: "Die Menschen lebten mit dem Rücken zur Elbe. Zum einen, weil sie verminte Grenze war, und zum anderen, weil sie stank und unansehnlicher Schaum sie bedeckte. Heute entdecken die Menschen ihren Fluss neu.
 
Diese Rückeroberung ist ein erster wichtige Schritt hin zu einer dauerhaft lebendigen Elbe im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung." Angelika Jahr, Gruner + Jahr Vorstandsmitglied: "Gruner + Jahr als Verlag an der Elbe fühlt sich dem ehemaligen Grenzfluss besonders verbunden. Mit dem Projekt "Lebendige Elbe" setzen wir das Umweltengagement, das wir seit 1990 in unserem Druck- und Verlagshaus praktizieren, auch extern - sozusagen vor der Haustür - fort. Neben der finanziellen Förderung bringen wir unser Kommunikations-Know-how in dieses Projekt ein." Prof. Harald Kächele, Bundesvorsitzender der Deutschen Umwelthilfe e.V.
 
: "An der Elbe ist seit 1989 ein Wunder geschehen: Aus dem schmutzigen, trennenden und gefährlichen Fluss ist ein Naturparadies und eine internationale Kulturlandschaft mit Badewasserqualität geworden. Wir von der Deutschen Umwelthilfe freuen uns gemeinsam mit dem Verlagshaus Gruner + Jahr und zahlreichen Partnern auf den Ersten Internationalen Elbe-Badetag. Unser Dank gilt allen, die daran mitgearbeitet haben, das Wunder der Elbe Wirklichkeit werden zu lassen. Möge sich die Elblandschaft als einzigartiger Lebensraum für Mensch und Natur weiterentwickeln!" Wasserqualität Die Wassergütestelle Elbe prüft seit 1977 die Schadstoffbelastung des Elbwassers und der Fische. Als Partner des Elbe-Badetages ist sie kompetenter Ansprechpartner für die Entwicklung der Gewässergütesituation.
 
Obwohl sich die Wasserqualität der Elbe insgesamt sehr verbessert hat, sind örtliche Probleme nach wie vor vorhanden. Deshalb wurde vor dem Elbe-Badetag das Wasser noch einmal unter die Lupe genommen. Gemäß der aktuellen Messdaten stellt die Schadstoffbelastung der Elbe keine Gefahr für die Badenden dar. Die Bewertung der bakteriologischen Befunde, die die Badehygiene betreffen, obliegt den Gesundheitsämtern der Elbeanrainerländer. Die vorliegenden lokalen Messdaten werden geprüft und aufgrund der Ergebnisse wird aktuell entschieden, an welchen ausgewiesenen Stellen das Baden empfohlen werden kann.
 
Die lokalen Veranstalter werden informieren und die Bevölkerung über mögliche Gefahren und Risiken aufklären. Sicherheit Die größte Wasserrettungsorganisation der Welt, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), hat sich für den ersten Internationalen Elbe-Badetag als Partner zur Verfügung gestellt, um mit ihren ehrenamtlichen Rettungskräften an den Veranstaltungsorten für Sicherheit zu sorgen. Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe und Gruner + Jahr hat die DLRG ein Faltblatt mit wichtigen Regeln für das Schwimmen in Flüssen herausgegeben. "Wir sind uns mit allen Veranstaltern einig, dass die Sicherheit der vielen Tausend Schwimmer an erster Stelle steht, damit das Bad in der Elbe am 14. Juli zu einem ungetrübten Erlebnis wird", so DLRG-Vizepräsident Andreas Fischer-Appelt.
 
Medienpartner Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in Kooperation mit dem MDR ist Medienpartner des Elbe-Badetages und begleitet die Aktion mit zahlreichen Sondersendungen in Fernsehen und Hörfunk. Hierbei handelt es sich für den NDR um eine der größten Gemeinschaftsaktionen in seiner Geschichte. Fast alle Programme in den vier Staatsvertragsländern des NDR begleiten und unterstützen den Elbe-Badetag. So zeigt zum Beispiel das NDR Fernsehen in der "Elbe-Nacht" viele interessante Berichte, Features und Reportagen rund um die 1000 Kilometer Fluss zwischen Cuxhaven, Hamburg, Dresden und Jaromer in Tschechien. Die Radioprogramme des NDR sorgen für aktuelle Informationen und schalten live zu verschiedenen Aktionsstätten im Sendegebiet. Außerdem gibt es für die Besucher am 14.
 
Juli an den vier Aktionsorten entlang der Elbe ein kurzweiliges, unterhaltsames und informatives Bühnenprogramm des NDR mit bekannten Moderatoren. "Alle vier NDR-Länder liegen an der Elbe - schon deshalb fiel es uns leicht, ja zu sagen, als uns die Medienpartnerschaft des Ersten Internationalen Elbe-Badetags angetragen wurde. Zugesagt haben wir aber auch, weil uns die Idee hinter diesem großen Ereignis sofort überzeugt hat: Die Elbe soll wieder ein lebendiger Fluss werden!", so Prof. Jobst Plog, NDR-Intendant. Der NDR präsentiert alle Facetten des Elbebadetages auch im Internet: http://www.ndr.de/ndr/special/elbebadetag/index.html . Die Seite ist über www.ndr.de erreichbar. Gemeinschaftsaktion in Hamburg Für die Gestaltung des Festes in Hamburg konnten die Veranstalter Deutsche Umwelthilfe und Gruner + Jahr eine ungewöhnlich breite Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hamburg, Umwelt- und gemeinnützigen Organisationen sowie Wirtschaft und Medien organisieren.
 
Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust hat die Schirmherrschaft für den Ersten Elbe-Badetag in Hamburg übernommen. Das Fest wird von der Hamburger Behörde für Umwelt und Gesundheit, der Hamburger Stadtentwässerung (HSE), der Wassergütestelle Elbe, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, von Lever Fabergé, der Norddeutschen Affinerie, und natürlich von den Organisatoren Deutsche Umwelthilfe und Gruner + Jahr unterstützt. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist in Hamburg-Wittenbergen mit einer Bühne präsent und wird live vom Elbe-Badetag berichten sowie zu anderen Badeorten schalten. Aufgrund der besonderen Situation der Hafenstadt Hamburg und des Schiffsverkehrs wird in Hamburg ein historischer Badeakt die Versöhnung mit dem Fluss symbolisieren. Das Baden in der Elbe kann wegen des Schiffverkehrs und der Strömungen gerade an Hamburgs Stränden gefährlich sein.
 
Die Besucher des Elbe-Badetages sind daher aufgefordert, sich vor Ort am Stand der DLRG zu informieren und die Sicherheitshinweise zu beachten. Peter Rehaag, Hamburger Senator für Umwelt und Gesundheit: "Die Sanierung der Elbe hat sich gelohnt. Hamburg hat sich dafür bis nach Tschechien engagiert. Die Elbe ist heute auf dem besten Wege, an vielen Stellen wieder zu einem natürlich fließenden Strom zu werden. Der Elbe-Badetag ist ein hervorragender Anlass, die enormen Erfolge dabei ins Bewusstsein zu bringen und gebührend zu feiern.
 
" "Unter hygienischen Aspekten ist das Baden in der Elbe bei Trockenwetter unproblematisch", sagt Rainer Funke, Technischer Geschäftsführer der Hamburger Stadtentwässerung (HSE). "Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Elbe eine internationale Seewasserstraße ist. Deshalb sollte nur innerhalb der für den Elbe-Badetag ausgewiesenen Badeplätze in die Elbe gegangen werden", fügt der begeisterte Segler hinzu. "Wer sich an diese Regel hält, kann ohne Angst um seine Gesundheit am Elbe-Badetag das erfrischende Bad in der Elbe suchen." Und weil das nicht zuletzt dem Elbe-Entlastungsprogramm der HSE zu verdanken ist, unterstützt die HSE den Elbe-Badetag.
 
"Wir haben gute Arbeit geleistet und die möchten wir den Hamburgerinnen und Hamburgern auch zeigen." Dr. Werner Marnette, Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen Affinerie (NA): "Stetiger und konsequenter Umweltschutz ist für die NA integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Wir haben in der Vergangenheit hohe Investitionen in den Bereich Umweltschutz getätigt und den Einsatz moderner und effizienter Technologien vorangetrieben. Das betrifft auch den Gewässerschutz. Mit ihren Investitionen hat die NA damit auch einen wichtigen Beitrag zur Reinhaltung der Elbe geleistet." Arne Kirchem, Mitglied der Geschäftsführung Lever Fabergé: "Für Lever Fabergé, als Hersteller von Wasch-, Putz-, Reinigungsmitteln und Körperpflegeprodukten, ist der Einsatz für den Erhalt und die Verbesserung der Wasserqualität sehr wichtig.
 
Wir benötigen Wasser zur Herstellung unserer Produkte, und der Verbraucher braucht Wasser für deren Anwendung. Wir unterstützen die Deutsche Umwelthilfe bereits seit vielen Jahren bei ihren Projekten zum Schutz der Gewässer und seit Beginn diesen Jahres engagieren wir uns auch beim Projekt "Lebendige Elbe". Als Unternehmen mit Sitz in Hamburg liegt uns die Elbe besonders am Herzen. Wir freuen uns, unser Engagement und die Erfolge der Deutschen Umwelthilfe beim Elbe-Badetag gemeinsam mit der Bevölkerung feiern zu können." Manfred Braasch, Geschäftsführer des Bundes für Umwelt- und Naturschutz: "Die Elbe hat sich insgesamt hervorragend entwickelt - ein im wahrsten Sinne des Wortes "klarer" Beleg dafür, dass sich Umweltschutz lohnt und den Menschen Lebensqualität zurückbringen kann.
 
Große Sorgen machen dem BUND aber weiterhin die geplanten Vertiefungen und Strombaumaßnahmen. Wenn die positive ökologische Entwicklung auch zwischen Hamburg und Cuxhaven weitergehen soll, müssen Politik und Hafenwirtschaft von einer weiteren Elbvertiefung Abstand nehmen." "Mit allen Wassern gewaschen" ... unter diesem Titel zeigt das Verlagshaus Gruner + Jahr eine Ausstellung zum Ersten Internationalen Elbe-Badetag im Foyer des Pressehauses, Am Baumwall 11, in Hamburg. Sandsäcke, Rettungsringe und blaues Wellenambiente verwandeln den Raum in eine Wasserwelt. In einer Zeitreise wird die Historie des Badens am Elbstrom, die Entwicklung der Wasserqualität von 1900 bis heute und die Rückkehr der Fische in den Fluss dokumentiert. Die Ausstellung ist vom 12. Juli bis 11. August 2002 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr und mittwochs von 10.00 bis 20.00 Uhr zu sehen.
 
Die Deutsche Umwelthilfe und Gruner + Jahr möchten sich schon jetzt bei allen Partnern des größten Badefestes Europas für ihr Engagement bedanken. Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6562   Ansprechpartner: Roberto Epple Projektleiter "Lebendige Elbe" Deutsche Umwelthilfe e.V. Tel.: 07732 / 9995-0 Handy: 0171 / 7532414 Handy: 0033 / 608 62 12 67 E-Mail: roberto.epple@ern.org   Dr. Maria Hoffacker Gruner + Jahr AG & Co Öffentlichkeitsarbeit + Unternehmenskontakte Tel.: 040 / 3703-3878 Fax: 040 / 3703-5688 E-Mail: hoffacker.maria@guj.
 
de   Für Rückfragen zu Ablauf und Organisation des Elbe-Badetags: Deutsche Umwelthilfe e.V. Agnes Sauter Tel.: 07732 / 9995-11 Fax: 07732 / 9995-77 E-Mail: sauter@duh.de   Für Rückfragen zur Ausstellung: Ulrike Klug / Dr. Maria Hoffacker Gruner + Jahr AG & Co Öffentlichkeitsarbeit + Unternehmenskontakte Tel.: 040 / 3703-3882 bzw. 040 / 3703-3878   Für Rückfragen zur Wasserqualität der Elbe: Prof. Dr. Heinrich Reincke Wassergütestelle Elbe Tel.: 040 / 428 54-7773 E-Mail: heinrich.reincke@arge-elbe.
 
de   Für Rückfragen zur Sicherheit: Martin Janssen Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Tel.: 05723 / 955441 Fax: 05723 / 955549 E-Mail: martin.janssen@bgst.dlrg.de   Für Rückfragen zum Programm des NDR: Carolin Cords Norddeutscher Rundfunk NDR Pressestelle Tel.: 040 / 4156-2311 Fax: 040 / 4156-2199 E-Mail: c.cords.fm@ndr.de   Behörde für Umwelt und Gesundheit Pressestelle Umwelt Volker Dumann Tel.
 
: 040 / 42845-3249 Fax: 040 / 42834-3284, E-Mail: Pressestelle@bug.hamburg   Hamburger Stadtentwässerung (HSE) Matthias Sobottka Leiter Öffentlichkeitsarbeit Banksstraße 4-6 20097 Hamburg Tel.: 040 / 34 98 - 50 33 Fax: 040 / 34 98 - 50 59 E-Mail: matthias.sobottka@hhse.de   Lever Fabergé GmbH Katja Praefke Public Relations Hamburger Str. 23 Tel.: 040 / 22 66 9-612 Fax: 040 / 22 66 9-789 E-Mail: katja.praefke@unilever.
 
com   Norddeutsche Affinerie: Simone Tasche Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Hovestraße 50 20539 Hamburg Tel.: 040 / 7883 - 3224 Fax: 040 / 7883 - 3003 E-Mail: s.tasche@na-ag.com Hamburg - Ver?ntlicht von pressrelations.


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