premiumpresse.de - Ihr professioneller Pressedienst! Kostenlose Erfassung und Verbreitung tagesaktueller Nachrichten, News & Pressemitteilungen ...

Dow Jones Newswires
Dow Jones Newswires
Dow Jones Newswires lässt Ihre Pressemitteilungen an über 160.000 Finanzterminals in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg verteilen. Sie erreichen somit Finanzexperten vieler Bereiche.
W-e-r-b-u-n-g
powered by ©PremiumCase
premiumpresse.de

Tagebuch 15.07.2009: Wirtschaftskrise stürzt Tierheime in Not

Bonn, Pressemitteilung vom 15.07.2009 12:36:12

Tagebuch 15.07.2009: Wirtschaftskrise stürzt Tierheime in Not

(premiumpresse) - Bonn, 15.07.2009 12:36 - Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes

Auch Haustiere sind Opfer der Wirtschaftskrise: Finanzielle Unsicherheit, steigende Arbeitslosigkeit und Hartz IV führen dazu, dass immer mehr Tierbesitzer ihre Vierbeiner in Tierheimen abgeben. Die Lage der 519 Tierheime in Deutschland spitzt sich zu, berichtet DER WESTEN. Während die Belegung der Heime weiter steige, nehme gleichzeitig die Spendenbereitschaft für die Tierheime kontinuierlich ab. Dies belege eine vom Deutschen Tierschutzbund in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Wenn dies so weiter gehe, könne der deutsche Tierheimbetrieb nur noch 16 Monate auf dem jetzigen Niveau weitergeführt werden, schreibt DER WESTEN. Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, beschreibt heute im Tagebuch, warum er einen Gesellschaftspakt Tierschutz für geboten hält.

Ein Tier kostet Geld Futter, Unterhalt und vor allem Tierarztkosten für Impfungen und Behandlungen wollen bezahlt sein. Wir raten deshalb auch immer dazu, diese Kosten gut zu überdenken, bevor ein Tier angeschafft wird. Sich gut zu überlegen, ob man sich ein Tier anschaffen möchte: Hat man alle Kostenpunkte durchdacht? Können im Notfall Verwandte und Bekannte einspringen sei es als Betreuer oder auch einmal finanziell? Doch selbst wenn alle diese Punkte gut durchdacht sind eine Wirtschaftskrise derzeitigen Ausmaßes lässt sich nicht vorhersehen.

Die Tierheime spüren die wirtschaftliche Not in der Bevölkerung nicht erst seit vergangenem Jahr. Schon seit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 werden immer mehr Tiere aus finanziellen Gründen abgegeben. Das Arbeitslosengeld II machte es vielen unmöglich, ein Tier zu halten: Die Tierhaltung spielt bei der Bemessung der Sozialleistungen keine Rolle. Tiere können deshalb auch nicht als Begründung für die Beibehaltung der Wohnung herangezogen werden der Tierhalter kann gezwungen werden, in eine kleinere Wohnung umzuziehen. Oft sind Tiere in diesen Wohnungen nicht erlaubt. Hinzu kommt, dass von der derzeitigen Regelleistung für Alleinstehende von 351 Euro auch Hund, Katze oder Kleintier leben müssen. Eine Katze oder ein Hund kosten jedoch leicht 40 bis 60 Euro pro Monat. Ein Tierhalter gelangt dann schon bald an seine Grenzen.

Diese schwierige finanzielle Situation hat sich durch die Finanz- und Wirtschaftskrise massiv verschärft. Die Arbeitslosenzahlen steigen, das Geld reicht nur für das Nötigste. Die Tiere bleiben dabei leider allzu oft auf der Strecke. Eine Kettenreaktion die schließlich auch die Tierheime trifft.

Fast 70 Prozent der Tiere werden mittlerweile mit der Begründung finanzielle Not in unseren Tierheimen abgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Zunahme um 26 Prozent. Vor allem Hunde werden zu Opfern der Finanzkrise: 85 Prozent der ins Tierheim gebrachten Hunde gaben deren Halter aus finanziellen Gründen ab. Danach folgen Katzen (56 Prozent) und Kleintiere (15 Prozent).

Die Zahl der Neuzugänge in den Tierheimen steigt gleichzeitig verschärft sich aber die Vermittlungssituation. Insbesondere Hunde warten länger auf ein neues Herrchen oder Frauchen. Bei über der Hälfte der Tierheime haben sich außerdem die Futter- und Tierarztkosten erhöht. Die Rücklagen, um diese Mehrbelastungen aufzufangen, sind sehr begrenzt, wenn überhaupt vorhanden. Und das Spendenaufkommen sinkt 62 Prozent der Tierheime sind davon bereits betroffen.

Die Tierheime befinden sich durch die Wirtschaftskrise in einem Teufelskreis: Immer mehr Tiere werden abgegeben, die Kosten steigen, die Einnahmen sinken. Dringend erforderliche Erweiterungen der Einrichtungen, um dem Tierboom zu begegnen können schon gar nicht realisiert werden. Dieses Problem können die Tierheime, kann der Deutsche Tierschutzbund, nicht alleine bewältigen. Deshalb haben wir bei den führenden Politikern in Deutschland angeregt, einen Runden Tisch einzuberufen, um mit allen beteiligten Instanzen Bund, Länder und Kommunen eine Lösung für die schwierige Situation der Tierheime herbeizuführen. Die Tierheime übernehmen mit der Betreuung ausgesetzter und abgegebener Tiere eine staatliche Aufgabe. Der Staat verschiebt aber immer mehr Aufgaben auf den ehrenamtlichen Tierschutz, ohne sicherzustellen, dass dieser auch in der Lage ist, sie zu bewältigen.

Meine dringende Bitte ist, den Tierheimen im Rahmen eines Gesellschaftspaktes Tierschutz mindestens 15 Millionen Euro kurzfristig zur Verfügung zu stellen. Für ältere Menschen und sozial schwache Personen sind Tiere oft die letzte Brücke in die Gesellschaft. Wir sollten ihnen diesen Zugang nicht verschließen auch hier bedarf es einer Korrektur der Sozialgesetzgebung.

Über Wolfgang Apel

Wolfgang Apel, geboren 1951, ist Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Er kämpft bereits seit vielen Jahren für den Tierschutz: Seit 1995 als Präsident, zuvor als Vizepräsident und seit 1978 im Gesamtvorstand des Deutschen Tierschutzbundes. Seit damals ist er auch ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. Vorstand und Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung Corporation wurde er 1990. Bereits seit 1987 ist Wolfgang Apel Mitglied der Tierschutzkommission des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Eigene Haustiere hat der Bremer wegen seines engen Terminkalenders und seiner vielen Reisen nicht, er freut sich aber über den häufigen Kontakt zu den Heimtieren, für die er sich einsetzt.



Kategorie-News: 


Bisher 0 Kommentar(e)
Kommentar schreiben
Pressemitteilung bewerten
UninteressantSehr oberflächlichNicht besonders interessantZu empfehlenInteressant, brisantSehr interessant, brisant
Pressemitteilung löschen
Auf Mister Wong vorschlagen 
"Themenrelevante" Meldungen



Zusatzinformationen

Pressemitteilungstext: 763 Wörter, 5.536 Zeichen.
Geografische Lage des Herausgebers: Bonn, Länge 7.0963, Breite 50.7327
Aktuelles Wetter & Wochen-Prognose von Bonn
Aktuelle Job- & Stellenangebote in Bonn
Pressekontakt

Zu dieser Pressemitteilung sind keine weiteren separaten Kontaktdaten über unsere Datenbank hinterlegt. Derartige Kontaktdaten des Herausgebers der PR entnehmen Sie in solchem Fall bitte dem vorstehenden Presse-Fliesstext ...
Ursprung der Mitteilung

Deutsche Behindertenhilfe Aktion Mensch e.V.
Heinemannstraße 36
53175 Bonn
Deutschland

[Webseite] [Mehr PMs]
[Quelle dieser Pressemitteilung]

[Webslice] Webslice dieses Mitgliedes aufrufen [IE8] ...  [Mitglieds-RSS] RSS-Feed dieses Mitgliedes aufrufen ...
3x3ws
[iGoogle]    Nachrichten dieses Mitgliedes zu iGoogle hinzufügen ...  [Rechtliches]  Herkunft dieser Meldung ...

Mehr Informationen zum nebenstehenden Usersymbol hier

Funktionen

Aufrufe der PM: Aufrufe der Pressemitteilung
Druckversion
PDF
Als Favorit speichern
Fehler melden
6-Punkt Braille [für IE 5+]  Meldungen in Braille-Schrift auf premiumpresse.de
8-Punkt Braille [für IE 5+]
Diese Pressemitteilung per E-Mail versenden:



Möchten Sie über künftige Pressemitteilungen zur Thematik dieser Meldung/News kostenlos und tagesaktuell informiert werden?

Suchbegriff 1:
Suchbegriff 2:
Suchbegriff 3:
E-Mail Adresse:
 



Es sind noch keine Kommentare vorhanden

Schreiben Sie HIER den ersten Kommentar zur Pressemitteilung...
 

Weitere Ressorts > Asia Pacific  |  Finanzen  |  Energie & Umwelt  |  Ernährung  |  Haus & Garten  |  Kids & Jugend  |  Lifestyle  |  Produkte  |  Weltweit  |  Wissenschaft
Handel  |  Rechtsprechung  |  Immobilien  | Transport  |  Industrie  |  eCommerce  |  Bildung  |  Events  |  Verbände & Vereine  |  Soziales  |  Medizin  Markteting
 
Impressum  |  Kontakt  |  AGB  |  Datenschutz  |  Blog  |  Empfehlen  |  Umfrage  |  Twitter  |  RSS  |  Facebook  |  Flickr  |  Qype  |  Mister Wong  |  Google+  |  Benchpark

WARNUNG!!!
 
 

Das Copyright von auf premiumpresse.de aufgeführten Bildern und Texten liegt ausschließlich beim Herausgeber/Verfasser der zum Bild/Text zugehörigen Meldung und darf ohne Erlaubnis der in der jeweiligen Meldung genannten Herausgeber/Verfasser/Urheber nicht weiterverarbeitet oder in jeglicher Form verwendet werden. Ausschließlich der Verfasser/Herausgeber der jeweiligen Meldung ist für Art, Beschaffenheit und deren Inhalt sowie beigefügte Texte, Bilder und Tonmaterial verantwortlich. premiumpresse.de kann keinerlei Haftung für Wahrheitsgehalt, Vollständigkeit und/oder Korrektheit veröffentlichter Meldungen übernehmen. In Contentbereichen ggf. grün markierte Textbestandteile (In-Text-Werbungen) stammen nicht vom Urheber der jeweiligen Mitteilung. Orange  markierte Verlinkungen mit doppelter blauer Unterstreichung in Contentbereichen stammen entweder vom Verfasser und/oder Publizierenden der jeweiligen Meldung oder werden mittels sogenannter InPress-Links automatisiert zur Thematik eines Wortes ergänzt. User können derart hinterlegte (Werbe)informationen mittels Mouseover selektieren und die Verlinkung(en) ausführen/besuchen. © 2007-2012 premiumpresse.de ist angemeldete Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt

premiumpresse zu iGoogle hinzufügen - Add to Google

 

Trickkiste und Tools auf premiumpresse.de
System-News auf premiumpresse.de
abgemahnt
I