Byzantinische Mystik vor dem Advent
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Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel (Ciobotea) besucht München vom 9. bis 12. September zum ersten Mal in seiner Eigenschaft als Oberhaupt der Rumänisch-Orthodoxen Kirche. Grund dafür sind die Grundsteinlegung des rumänischen Kirchenzentrums am Sonntag, dem 11. September, in der bayerischen Hauptstadt und die Teilnahme am 25. Internationalen Friedenstreffen vom 11. bis 12. September 2011.
Für Patriarch Daniel ist dieser Besuch ein lang ersehntes Wiedersehen mit Deutschland. Vor etwa 30 Jahren studierte er als Promotionsstudent zwei Jahre u. a. an der Albert- Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau an der Katholischen Theologischen Fakultät. Nun kommt er wieder als hocherfahrener Geistlicher, um der rumänisch-orthodoxen Gemeinde in München Unterstützung anzubieten und seinen Beitrag beim ökumenischen Friedenstreffen zu leisten. Auf dem für das neue Kirchenzentrum vorgesehenen Grundstück in Aubing wird Seine Seligkeit die "Göttliche Liturgie" feiern und anschließend den Grundstein für das künftige Gotteshaus legen. Die kirchlich-soziale Einrichtung soll in Form einer rumänisch-orthodoxen Kirche und eines Bischofssitzes mit Sozial- und Kulturzentrum errichtet werden. „Ich freue mich aus ganzem Herzen, dass nun die in München lebenden Rumänen die Möglichkeit haben, ein eigenes geistliches Zentrum zu errichten, das ihre spirituelle Identität als Christen unterstützen und ihrer sozialen Integration dienen soll. Gott hat unseren Landsleuten hier in Deutschland, dessen Gastfreundschaft wir sehr schätzen, eine zweite Heimat geschenkt, und wir sind dem deutschen Volk zutiefst dankbar dafür!“
Seine Seligkeit, der Patriarch Daniel, kommt nach München nicht nur auf Einladung Seiner Eminenz Metropoliten Serafim, des Leiters der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, sondern auch auf Einladung Seiner Eminenz Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, und der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Frau Barbara Stamm, denen er am 09. und am 10. September auch begegnen wird. Ebenfalls wird Patriarch Daniel den evangelisch-lutherischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich treffen und dabei der Dankbarkeit für die tatkräftige finanzielle Unterstützung der Ev.-Lutherischen Kirche in Bayern für den Kauf des für die kirchliche Einrichtung der Rumänisch-orthodoxen Metropolie notwendigen Grundstücks Ausdruck geben.
Weiter nimmt Patriarch Daniel am 11.-12. September am „Assisi-Folgetreffen“ teil, das von der Gemeinschaft St. Egidio in Zusammenarbeit mit der Erzdiözese von München und Freising veranstaltet wird. Gemeinsam mit Geistlichen aus aller Welt und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff wird er am Nachmittag des 11. September an der Gedenkfeier zum 10. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 teil nehmen und seinen Bericht zum Themenschwerpunkt des Treffens „Zusammen leben - Unsere Bestimmung Religionen und Kulturen im Dialog“ in der Eröffnungsveranstaltung vortragen. „Gerade als Christen sind wir verpflichtet die Liebesbotschaft unseres Herren Christus aktiv zu erleben, den uns von Gott gegebene Frieden der Welt durch unsere Lebensweise weiter zu schenken, und unsere Mitmenschen, die im Krieg oder unter Terroranschlägen leiden, zu unterstützen“, mahnt der rumänische Patriarch Daniel.
In München leben mehr als 20.000 orthodoxe Rumänen, mehr als in jeder anderen deutschen Stadt. Daher hat die Rumänische Orthodoxe Metropolie 2004 beschlossen, ihren eigenen Vikar-Bischof für die rumänisch-orthodoxe Seelsorge in der bayerischen Hauptstadt einzusetzen. Diese Funktion hat derzeit Bischof Sofian von Kronstadt inne. Die Rumänisch-Orthodoxe Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa ist eines der 5 Bistümer der Rumänisch-Orthodoxen Kirche in der Diaspora. In Bayern wurde sie 2006 als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Mehr dazu unter: http://www.cbrom.de/de
Mehr Hintergrundinformationen
Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche ist eine autokephale, das heißt sich selbst führende Kirche im Rang eines Patriarchats. Zusammen mit anderen orthodoxen Schwesterkirchen, wie die griechische, bulgarische, georgische, russische, serbische, und ukrainische Kirche, bildet sie die Familie der Orthodoxie. Alle bekennen denselben Glauben, respektieren dieselbe kirchliche Disziplin und feiern dieselbe Liturgie in der jeweiligen eigenen Sprache.
Besuch des Rumänisch-Orthodoxen Patriarchs Daniel in München: 09-12. September 2011
11. September, 08.30 bis 11.45 Uhr, Kastelburgstr. 90, München
Gottesdienst und Grundsteinlegung des Rumänischen Kirchenzentrums in München
11. September, von 14:30 Uhr und 12. September
Teilnahme an die Veranstaltungen des 25. Internationalen Friedenstreffens, organisiert von der Gemeinschaft St. Egidio in Zusammenarbeit mit der Er
Die Rumänisch-Orthodoxe Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa mit dem Sitz in München wird seit 2004 vom Weihbischof Sofian von Kronstadt geleitet. Neben der Seelsorge für die orthodoxen Mitbrüder versucht seit dem die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in München verstärkt die rumänische Traditionen und Kultur bekannt zu machen. Dazu gehören die Mitorganisation von kulturellen Veranstaltungen mit Gästen aus Rumänien und die Zusammenarbeit mit anderen christlichen Konfessionen bei ökumenischen Festtagen.
Rumänisch-Orthodoxe Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa
Kapelle des Heiligen Siluan, Paul-Heyse-Str. 19, D - 80336 München
Tel.: 089.95.481.844
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