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24.11.09.
Feminines Spielverhalten beim Nachwuchs stark belasteter FrauenDie Weichmacher Phthalate sollen Kunststoffe geschmeidig machen. Die weit verbreiteten Stoffe wirken ähnlich wie weibliche Sexualhormone und werden mit zahlreichen Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter Diabetes, Unfruchtbarkeit und eine gestörte Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane. Nun deutet eine Studie darauf hin, dass die Stoffe auch die Hirnentwicklung männlicher Föten beeinflussen. Demnach neigen diese Jungen später eher zu weiblichem Spielverhalten.
Um den Einfluss der Stoffe zu ermitteln, analysierten die Mediziner der Universitätsklinik Rochester zunächst bei rund 140 werdenden Müttern um die 28. Schwangerschaftswoche den Urin auf Phthalate. Einige Jahre später befragten sie die Frauen zu den Spielgewohnheiten ihrer Kinder. Hatten Mütter starken Kontakt mit den beiden Stoffen DEHB (Diethylhexyl-Phthalat) und DBP (Dibutyl-Phthalat), so neigten Jungen im Vergleich zum Nachwuchs weniger belasteter Frauen eher zu femininem Verhalten. Sie spielten etwa weniger mit Autos und mehr mit Puppen.
Bei den Mädchen beobachteten die Forscher kein auffälliges Verhalten.
Studienleiterin Shanna Swan vermutet im -International Journal of Andrology-, dass die Weichmacher im Mutterleib die Hirnentwicklung beeinflussen. Sie betont aber, dass die Resultate in größeren Studien überprüft werden müssten.
Phthalate stecken in vielen Gebrauchsgegenständen, Kosmetikartikeln oder Lebensmittelverpackungen. DEHB und DBP zählen zu den meist verwendeten Weichmachern. Swan glaubt, dass beide Stoffe hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen werden. Erst im vergangenen Jahr hatte die US-Regeierung sechs Phthalate aus Kinderspielzeug verbannt.
Quelle: -The International Journal of Andrology-
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