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Lesermeinung:
*Die Standhaftigkeit *der Bürgerinitiative zur Verhinderung
gesundheitsgefährdender Abfallbeseitigung BIAB in Lägerdorf ist
bewunderungswert.
Die Überwachung der Schadstofffreisetzungen bei Holcim ist wichtig und
kann vor Krankheiten bewahren.
In 2008 wurden nach Angaben der BIAB ca.10 bis 15 Kilogramm Quecksilber
*mehr* über den Kamin des Ofen 11 freigesetzt. Das ist kein Pappenstiel;
denn den im gesamten Industrieraum Brunsbüttel angesiedelten Firmen ist
nur eine jährliche Quecksilberfreisetzung von 18 Kilogramm gestattet.
Quecksilber ist ein hochtoxisches Schwermetall, das schon das Kind im
Mutterleib schädigt, unter anderem ist nachgewiesen, dass die
Entwicklung des Gehirns des Ungeborenen verlangsamt wird.
Die Firma Südweststrom hat für das von ihr in Brunsbüttel geplante
Kohlekraftwerk eine jährliche Quecksilberemission über den Schornstein
von 650 Kilogramm beantragt.
Das meiste des in der Steinkohle enthaltenen Quecksilbers bleibt
(glücklicherweise) in der Flug- und Kesselasche zurück, circa 6000
Kilogramm = sechs Tonnen pro Jahr. Die Holcim Lägerdorf hat mit
Schreiben vom 2.2.09 (Morten Holpert) ihre Bereitschaft zugesagt, diese
Asche (ca. 450 000 Tonnen pro Jahr) in Lägerdorf zu verwerten. Das
Quecksilber gelangt dann in den Zement und Beton, aber auch - zusätzlich
zu den bisherigen Mengen über den Schornstein in die Umgebung.
Es wäre hilfreich, wenn die BIAB ihre Erkenntnisse in die Arbeit der
Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe/Brunsbüttel
einfließen ließen.
Dr. Karsten Hinrichsen, Brokdorf.
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