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Frankfurt am Main. Die Verhaftung der Schauspielerin Marzieh Vafamehr Anfang Juli 2011 bestätigt eine neue Ausrichtung des Terrors im Iran: Vermehrt werden Kunstschaffende Ziel willkürlicher Inhaftierung. Neben Frau Vafamehr wurden im Juni und Juli 2011 die Sportfotografin Maryam Majd und die Schauspielerin Pegah Ahangarani inhaftiert, bereits im Dezember 2010 wurde dem renommierten Regisseur Jafar Panahi für sechs Jahre jegliche kinematografische Arbeit untersagt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sieht in solchen Verhaftungen einen neuen Trend zur künstlerischen und kulturellen Gleichschaltung im Iran.
Die 1973 geborene Marzieh Vafamer wurde im Iran durch den FilmMy Tehran for sale(2009) bekannt, in dem sie unverschleiert bzw. mit kahlgeschorenem Kopf zu sehen ist. Anfang Juli 2011 wurde sie von iranischen Sicherheitskräften ohne Angabe von Gründen verhaftet. Seitdem gibt es weder Informationen zu ihrem Aufenthaltsort noch zu ihrem gesundheitlichen Befinden. Auch zwei Wochen nach ihrer Verhaftung wird jegliche amtliche Stellungnahme dazu verweigert. Da jedoch eine Vielzahl ehemaliger Produktionsmitarbeiter des FilmsMy Tehran for Salezu Verhören vorgeladen wurde, scheint die Verhaftung mit ihrem teilweise unverschleierten Auftreten in diesem Film zusammenzuhängen. Solche Verhöre, auf Wachen durchgeführt, bergen im Iran ein sehr hohes Risiko einer sofortigen Festnahme. So könnte Vafamehrs Inhaftierung der Beginn einer neuen Verhaftungswelle sein, so die IGFM.
Strategischer Terror.Künstler befinden sich aktuell verstärkt im Visier der Behörden. Künstlerische Regimekritik, und sei sie noch so subtil, kann viele Menschen erreichen national wie international. Eine solche Beachtung von Kunstwerken zieht auch im Iran eine erhöhte Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden auf sich und somit oftmals zu deren Exempel statuierenden Vorgehensweisen, erläutert der IGFM-Menschenrechtsaktivist Amir Rashidi. Und fügt fragend hinzu: Wie kann ein solches Regime, des nun auch äußert aggressiv gegen friedliche Künstler vorgeht, noch an die eigene Legitimität glauben
Die IGFM fordert die Regierung Ahmadinedschad dringend auf, die Öffentlichkeit über den Verbleib und das Befinden von Frau Vafamehr zu informieren, sowie den auch für Iran geltenden Artikel 9 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte zu erfüllen. Darin wird eine willkürliche Inhaftierung untersagt. So deutlich die iranische Regierung ihre Standpunkte durch willkürliche Verhaftungen sowie die Verweigerung einer Zusammenarbeit mit demUN-Menschenrechtssonderberichterstatter Iranformuliert, so deutlich muss die Bundesregierung und die Internationale Gemeinschaft den Schutz der Menschenrechte im Iran einfordern sonst wird sich für das iranische Volk nichts bessern, so die IGFM.Weitere Informationen zur Lage der Menschenrechte in Iran unter:www.igfm.desowie:http://www.igfm.de/Menschenrechtsverletzungen-in-der-Islamischen-Republik-Iran.573.0.html
Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:http://www.facebook.com/profile.phpid=100001947477150
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