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ikr: Transparenz und Rechtssicherheit: Liechtenstein und das Vereinigte Königreich schliessen Doppelbesteuerungsabkommen ab D/E

Pressemitteilung vom 07.02.2012 15:45:00

ikr: Transparenz und Rechtssicherheit: Liechtenstein und das Vereinigte Königreich schliessen Doppelbesteuerungsabkommen ab   D/E

Vaduz (ots/ikr) - Verlängerung der Liechtenstein Disclosure
Facility um ein weiteres Jahr

Regierungschef Klaus Tschütscher traf sich am 7. Februar 2012 mit
Vertretern der britischen Steuerbehörde HMRC in Vaduz. Zusammen mit
einer Expertendelegation aus Liechtenstein wurden mit den britischen
Vertretern Dave Hartnett, HMRC Permanent Secretary for Tax und
Verhandlungsleiter Andy Cole zwei neue richtungweisende
Vereinbarungen mit den Vereinigten Königreich fixiert. "Wir
ermöglichen mit einfachen und transparenten Rahmenbedingungen einen
attraktiven Steuer- und Finanzstandort und reagieren zusammen mit
professionellen Partnern auf Kundenbedürfnisse. Klar ist für uns vor
allem, dass Geschäfte mit undeklarierten Vermögen für uns keine
Zukunft haben", betonte Regierungschef Klaus Tschütscher in Vaduz.

Transparenz und Rechtssicherheit

Katja Gey, Leiterin der Stabsstelle für internationale
Finanzplatzagenden (SIFA) und Dave Hartnett paraphierten in Vaduz das
erste umfassende Abkommen zur Besteuerung von Einkommen und Vermögen
zwischen Liechtenstein und UK. Der Vertragstext folgt dem
OECD-Musterabkommen von 2010. "Das Doppelbesteuerungsabkommen ist das
Ergebnis einer vertrauensvollen und pragmatischen Zusammenarbeit, bei
der die Zusammenarbeit in Steuerangelegenheiten, Transparenz und
Rechtssicherheit im Mittelpunkt stehen. Das Abkommen sichert die
Interessen und entspricht den Bedürfnissen beider Länder. Der Vertrag
wird den grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr zwischen FL und UK
fördern. Er bietet Personen, die in Liechtenstein steuerpflichtig
sind wesentliche Vorteile sowie Klarheit über ihre steuerliche
Behandlung im Vereinigten Königreich. Diese Vorteile gelten auch für
juristische Personen, Trusts, Treuunternehmen, Stiftungen,
Betriebsstätten und Anlagefonds" so Katja Gey von der Stabsstelle
SIFA. Das Abkommen, das nun formell unterzeichnet und ratifiziert
werden wird, soll am 1. Januar 2013 in Kraft treten. Auch
Regierungschef Klaus Tschütscher zeigte sich über die neue
Vereinbarung mit UK erfreut: "Wir unterstreichen damit einmal mehr,
dass wir ein verlässlicher Partner sind. Unsere Industrie und unser
Finanzplatz werden mit dem weltweit grössten Netzwerk von
Steuerabkommen verbunden. Klarheit und Stabilität in
Steuerangelegenheiten bilden bei diesem Abkommen die Eckpunkte der
Zusammenarbeit mit Grossbritannien", so Regierungschef Klaus
Tschütscher.

Liechtenstein Disclosure Facility wird verlängert

Liechtenstein und das Vereinigte Königreich haben sich zudem auch
auf eine Verlängerung der Regierungsvereinbarung ("Memorandum of
Understanding") zur Kooperation in Steuersachen zwischen
Liechtenstein und HMRC vom 11. August 2009 sowie der Liechtenstein
Disclosure Facility (LDF) um ein weiteres Jahr geeinigt. Damit können
britische Steuerpflichtige bis zum 5. April 2016 bisher nicht
deklarierte und im Vereinigten Königreich steuerpflichtige
Vermögenswerte zu besonders günstigen Bedingungen offenlegen. "Wenn
sie bis dahin ihre Gelder nicht deklarieren, muss die Kundenbeziehung
in Liechtenstein beendet werden. Damit werden Treuhänder und Banken
Teil der Lösung, nicht des Problems. Das Abkommen mit Grossbritannien
hat Vorbildwirkung. Rund 2'000 britische Steuerpflichtige haben
bisher das völkerrechtlich verbindlich festgelegte
Offenlegungsprogramm in Anspruch genommen. Mit klaren Regeln und
Fristen. Unser Abkommen mit Grossbritannien ist diesbezüglich
zukunftsweisend. Massgeschneiderte Lösungen und Nischenprodukte
bleiben der Liechtensteiner Weg", erläuterte Regierungschef Klaus
Tschütscher.

Weiterentwicklung des Finanzplatzes Liechtenstein

Katja Gey, die in Liechtenstein für die Bemühungen um das Abkommen
und das "Memorandum of Understanding" verantwortlich war, stellte
fest: "Das Vereinigte Königreich unterstützt unsere Arbeit, damit wir
langfristig den Erfolg Liechtensteins als Finanzplatz sichern können.
Das neue Abkommen schreibt klar fest, wie in Liechtenstein wohnhafte
Personen besteuert werden, falls sie im Vereinigten Königreich
investieren oder Geschäfte tätigen wollen. Weiters sollen in
Liechtenstein vermehrt juristische Personen gegründet werden, was
sowohl Liechtenstein als auch dem Vereinigten Königreich neue
Geschäftstätigkeiten bringen wird. Die Verlängerung der günstigen
Bedingungen der LDF um ein weiteres Jahr ist für Personen, die im
Vereinigten Königreich steuerpflichtig sind, sehr wertvoll. Die
Interessen der Kunden von Liechtensteiner Finanzintermediären stehen
für uns stets im Vordergrund. Wir versuchen damit jedoch auch
gleichzeitig , die Weiterentwicklung unseres Finanzplatzes und die
Wahrung der britischen Steuerinteressen zu sichern. Das zusätzliche
LDF-Jahr ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Besonders jedoch für
britische Steuerpflichtige, die eine Beziehung mit dem Finanzplatz
Liechtenstein aufrecht erhalten wollen."

Zahlreiche weitere Gespräche

Anlässlich des Besuchs der britischen Steuerbehörde HMRC
organisiert die Stabsstelle für internationale Finanzplatzagenden
auch verschiedene Treffen mit Vertretern und Mitgliedern der
Liechtensteinischen Treuhändervereinigung, des Liechtensteinischen
Bankenverbands und des Liechtensteinischen Versicherungsverbands.
Dabei wird unter anderem auch über die Fortschritte bei der Umsetzung
des "Memorandum of Understanding" berichtet. Weiters finden
Diskussionen zu verschiedensten praxisrelevanten Themen statt. Die
Experten aus Liechtenstein und dem Vereinigte Königreich erörtern
dabei unter anderem auch Fragen, die sich im Zusammenhang mit der von
britischen Steuerbehörde HMRC anerkannten Erheblichkeitsbestätigung
über relevantes Vermögen ergeben haben.

Liechtenstein and the UK: Initialling of a First-Ever
Comprehensive Income Tax Treaty Between Liechtenstein and the UK.
Extention of the Unique Liechtenstein Disclosure Facility and Related
Compliance Arrangements

This week the Government of the Principality of Liechtenstein met
in Vaduz with representatives of Her Majesty's Revenue & Customs of
the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (HMRC). The
two-day visit included a meeting between the Prime Minister of
Liechtenstein, Klaus Tschütscher and Dave Hartnett, Permanent
Secretary for Tax at HM Revenue & Customs. Prime Minister
Tschütscher and Permanent Secretary Hartnett are pleased to announce
two important new developments. "We are enabling attractive tax and
financial positions through facilitated and transparent framework
requirements, and will react cooperatively with professional
partners to our clients' needs. It is especially clear to us, that
those businesses with undeclared capital have no future," Prime
Minister Klaus Tschütscher emphasized.

First, Katja Gey, Director of Liechtenstein's Office of
International Financial Affairs, and Dave Hartnett initialled a
first-ever comprehensive convention on taxation of income and capital
between Liechtenstein and the UK (the treaty), based on the 2010 OECD
Model. The agreement results from two years of talks and
negotiations and evidences the long-term commitment of the parties to
tax cooperation, clarity and compliance. It reflects and balances
the interests and needs of both parties. Importantly, the Treaty will
encourage an increase in cross-border business between Liechtenstein
and the UK, affording Liechtenstein tax residents a number of
important UK tax advantages and clarity in their UK tax treatment.
Such benefits will also be available to qualifying Liechtenstein
corporate entities, trusts, trust enterprises, foundations,
establishments, and investment funds. The Treaty, which will now go
through formal procedures of signing and ratification, is expected to
come into force from 1 January 2013. Prime Minister Klaus
Tschütscher: "Once again we prove that we are a reliable partner. Our
industry and our Financial centre will be linked to the largest tax
treaty network in the world. This treaty provides clarity and
stability of tax treatment".

Second, the parties have agreed to an extension of the Memorandum
of Understanding Relating to Cooperation in Tax Matters of 11 August
2009 (MOU), including the unique and favourable terms of the LDF for
an additional year. This will make voluntary disclosure of past due
UK tax liabilities possible for UK taxpayers with non-UK assets who
establish a meaningful connection to Liechtenstein until 5 April
2016. The parties may issue a third joint declaration to the MOU to
memorialise this and other important developments since their last
joint declaration.

Katja Gey, who has led the efforts in Liechtenstein on the Treaty
and the MOU, stated: "We are delighted to have agreed a full tax
treaty with the UK, evidencing Liechtenstein's genuine commitment to
tax compliance and the UK's assistance to our work in ensuring the
long term success of the Liechtenstein financial centre. The treaty
will offer significant new clarity in how Liechtenstein residents are
taxed when investing and doing business with the UK, and will
encourage the use of Liechtenstein entities, bringing new business to
both Liechtenstein and the UK."

"The extension of the favourable terms of the LDF for an
additional year is of enormous value to UK taxpayers worldwide, and
reflects our commitment to a win-win-win approach under which the
interests of clients of Liechtenstein financial intermediaries are
always, for us, at the forefront while we also seek to ensure both
the development of our financial centre and the preservation of the
legitimate tax collecting interests of the UK, our close partner in
these arrangements. The additional year of application of the LDF
will benefit all parties and, I am pleased to note, particularly UK
taxpayers who maintain the requisite relationship with our financial
centre."

During HMRC's visit to Liechtenstein, the Office for International
Financial Affairs led meetings between HMRC and representatives and
members of the Liechtenstein Association of Professional Trustees,
the Liechtenstein Bankers Association and the Liechtenstein Insurance
Association. In addition to discussions on the progress of
implementation of the MOU, discussions took place covering a wide
range of practical issues in the spirit of cooperation and mutual
understanding.

The parties also reviewed recently agreed procedures under which
compliant UK clients of Liechtenstein financial intermediaries may
certify their UK tax compliance, including through
self-certification, ensuring that the process avoids unnecessary
costs or delay.



Kontakt:
Stabsstelle für Internationale Finanzplatzagenden
Katja Gey, Leiterin
T +423 236 60 55

http://www.presseportal.ch/de/pm/100000148/100712628/ikr-transparenz-und-rechtssicherheit-liechtenstein-und-das-vereinigte-koenigreich-schliessen/api



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