Delhi Metro erhält dank umweltfreundlicher Bombardier-Technologien als weltweit erstes Bahnprojekt EmissionsgutschriftenInduktionskochfeldFernsehgeräte werden sparsamer. XXL-Geräte ?fressen? Stromeinsparungen jedoch auf
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"Einerseits registrieren wir einen Wettbewerb um Strom sparende Geräte. Andererseits werben die Hersteller für den Kauf riesiger Flachbildfernseher, die in den meisten Wohnungen überdimensioniert sind. Das läuft dem durchaus vorhandenen Willen zum Stromsparen zuwider", sagte Benz. Der Marktanteil von Geräten mit einer Bilddiagonale von über einem Meter liege bereits bei etwa der Hälfte. Für die meisten Wohnungen seien solche Fernsehgeräte jedoch deutlich überdimensioniert.
Entscheidende Ursachen für die Senkung des durchschnittlichen Stromverbrauchs seien europäische Vorgaben zum Energiesparen und die für Ende 2011 vorgesehene Einführung eines Energielabels für Fernsehgeräte. Der BUND forderte die Fernsehgerätehersteller auf, den Trend zu immer größeren TV-Geräten zu stoppen. Auch die Elektromärkte müssten mehr Verantwortung übernehmen und aggressive Werbung für überdimensionierte und Strom fressende Großgeräte einstellen.
Benz: "Der Stromverbrauch privater Haushalte steigt kontinuierlich. Das macht sich nicht nur bei der Stromrechnung schmerzlich bemerkbar, der Trend zu immer mehr und immer größeren Fernsehgeräten gefährdet auch die Klimaschutzziele. Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen mehr Aufklärung, welche Fernseher sich für ihren Haushalt eignen und welche deutlich zu groß sind. Auch über die Notwendigkeit von Zweit- und Drittgeräten sollte ernsthaft nachgedacht werden. Vor allem viele Kinder verbringen heute schon zuviel Zeit vor dem Fernseher."
Die aktualisierte BUND-Datenbank mit über 1000 Fernsehgeräten und eine Top-Ten-Liste der sparsamsten Modelle finden Sie im Internet unter: www.bund.net/tv-finder.
PressekontaktBUND-Energieexpertin Irmela Benz, Tel. 0 30 / 2 75 86-436 oder Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 0 30 / 2 75 86-425 / -464, presse@bund.net
mehr Informationen zum StromsparenDie meisten Subventionen für neue Geflügel- und Schweinemastanlagen im Jahr 2008 flossen mit rund 26 Millionen Euro an Unternehmen in Sachsen. 2009 erhielten bayerische Schweine- und Geflügelmastbetriebe mit rund 20 Millionen Euro das meiste Geld. Hauptempfänger von Subventionen an Großschlachtereien waren das in Brandenburg ansässige Unternehmen "Doux Geflügel" mit 4,7 Millionen im Jahr 2008 und die nordrhein-westfälische "Tönnies Fleischwerk GmbH" mit 3,3 Millionen Euro in 2009.
Die pauschale Vergabe der Subventionen schade der Umwelt und beeinträchtige die Wettbewerbsfähigkeit ökologisch und besonders tiergerecht produzierender Fleischerzeuger, kritisierte der BUND. Die Gelder würden zudem die Überproduktion von Fleisch fördern. Inzwischen ginge statistisch jedes zehnte in Deutschland geschlachtete Schwein in den Export. Auch Geflügel werde hierzulande mehr produziert als verzehrt. Der BUND forderte einen unverzüglichen Stopp der Subventionen für die Fleischindustrie.
Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: "Die Massentierhaltung schadet dem Klima und der Artenvielfalt, belastet durch Überdüngung die Gewässer und setzt Tiere unnötigen Leiden aus. Der hohe Antibiotikaeinsatz stellt ein Gesundheitsrisiko dar und das aus den Stallanlagen austretende Ammoniak beeinträchtigt Anwohner und Umwelt. Die Agrarsubventionen verschärfen diese Probleme noch und fördern zudem Konzentrationsprozesse bei Mast- und Schlachtbetrieben, womit Arbeitsplätze verloren gehen. Die pauschale Subventionierung der Massentierhaltung muss deshalb durch eine gezielte Förderung besonders nachhaltiger Fleischerzeugung und regionaler Verarbeitung ersetzt werden."
Agrarsubventionen müssten künftig an strengere Umwelt- und Tierschutzstandards gebunden werden, als sie derzeit in Deutschland gelten, forderte der BUND-Vorsitzende. Dies schaffe Anreize für eine zukunftsfähige, nachhaltige und tierschutzgerechte Erzeugung von Lebensmitteln. Bei der aktuell anstehenden Agrarreform plane die EU-Kommission zwar, zumindest 30 Prozent der Zahlungen von Umweltschutzmaßnahmen abhängig zu machen. Dies sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die bisher diskutierten Maßnahmen seien jedoch noch unzureichend. So sollen Monokulturen und die Vernichtung artenreichen Weidelands weiter möglich bleiben. Auch Tierschutzkriterien fehlten bisher völlig.
Jochen Dettmer, Sprecher des BUND-Arbeitskreises Landwirtschaft: "Agrarbetriebe, die Geld vom Staat erhalten wollen, sollten künftig etwas dafür tun müssen. Für den Klima-, Arten- und Gewässerschutz muss die Abhängigkeit von Importen an Soja verringert werden, das ganz überwiegend gentechnisch verändert ist. Dafür müssen Empfänger von Direktzahlungen als Gegenleistung künftig Eiweißpflanzen in ihre Fruchtfolgen integrieren. Jeder Betrieb muss zudem zehn Prozent seiner Betriebsfläche als Schutzfläche für die Artenvielfalt zur Verfügung stellen." Wiesen und Weiden dürften keinesfalls ersatzlos umgepflügt werden. Monokulturen und zu kurze Fruchtfolgen auf Ackerland müssten ein Ausschlusskriterium für Subventionen sein.
Die BUND-Recherche zeige, dass für die Umstellung der Landwirtschaft auf mehr Tier- und Umweltschutz in der Nutztierhaltung hierzulande prinzipiell etwa eine Milliarde Euro pro Jahr zur Verfügung stehe. Bund und Länder seien jetzt gefordert, ihren Anteil an den Subventionen an hohe Tier- und Umweltschutzkriterien zu binden. Vorbildlich seien hier beispielsweise die Fleischerzeuger des Verbandes Neuland. Geschlossen werden müssten außerdem Lücken und Hintertüren in der Dünge-Verordnung, bei der Umsetzung der EU-Tierschutzrichtlinie und im Bau- und Immissionsrecht.
Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin: "Um die Akzeptanz der Landwirtschaft in der Bevölkerung zu steigern, muss die Bürgerbeteiligung bei der Genehmigung neuer Mastanlagen erheblich gestärkt werden. Es darf nicht sein, dass gegen den Willen der Betroffenen vor Ort mit weiteren Massentierhaltungsanlagen die Überproduktion noch verschärft wird. Auch wenn das zuviel produzierte Fleisch anschließend exportiert wird, so verbleiben Gülle, Abfälle, Verkehrslärm und Emissionen in der Region, wo produziert wird und beeinträchtigen dort die Umwelt und die Gesundheit der Menschen und Tiere."
BUND-Recherche "Subventionen für die intensive Geflügel- und Schweinehaltung in den Jahren 2008 und 2009"PressekontaktReinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, Tel. 0 30 / 2 75 86-481, Mobil: 01 75 / 7 26 37 79, reinhild.benning@bund.net oder Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. 0 30 / 2 75 86-464 / -425, presse@bund.net
Weitere InformationenBUND-Broschüre "Agrarreform statt Massentierhaltung"Steuergelder für die MassentierhaltungDie andauernde Atomkatastrophe von Fukushima sei ebenfalls eine permanente Aufforderung zum Sofortausstieg aus der Atomkraft. Und der Vorfall in Gorleben zeige erneut, dass Atomanlagen bereits im so genannten Normalbetrieb eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen darstellten. "Ein kompletter Atomausstieg noch in dieser Legislaturperiode ist technisch machbar", sagte Weiger. Dies sei die wichtigste Voraussetzung für einen deutlich schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz. Die geplanten Castor-Transporte ins Zwischenlager Gorleben und die fortgesetzte Lagerung abgebrannter Brennelemente in den Zwischenlagern an den Atomkraftwerken verzögerten hingegen die Energiewende. "Das Abstellen von Castoren in unsichere Lager wiegt die Öffentlichkeit im trügerischen Glauben, dass es Lösungen für die Entsorgung des Strahlenabfalls gibt", so Weiger.
Der BUND forderte die Bundesregierung und die Länderregierungen auf, die Betreiber der Atomkraftwerke gesetzlich zu verpflichten, die Reaktoren und sämtliche Atommüllzwischenlager mit einer unbegrenzten Haftpflicht zu versichern. Außerdem müssten alle Atomanlagen besser vor Flugzeugabstürzen und Terrorattacken geschützt werden.
PressekontaktRüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 0 30 / 2 75 86-425 / -464, Mobil: 01 71 / 8 31 10 51, presse@bund.net
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