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Ein Spielzeug für regattaambitionierte Eigner, um Trophäen abzuräumen.
Eine Serie von Klaus Bartels (4). Auf den traditionellen thailändischen Regatten um den Kings Cup, jeweils im November des Jahres, ist sie seit einigen Jahren der Angstgegner von engagierten Crews. Für die Werft DK Yachts im malaysischen Melaka, die mit der 14,10 Meter langen DK 46 diesen ungewöhnlichen Mittvierziger produziert, liegen die Gewässer um die Halbinsel Phuket mehr oder weniger in der Nachbarschaft.
Seit dem vorigen Jahr hat der Münchener Yachthändler Arno Kronenberg mit seiner Firma RBK-Yachting die Vertretung für das Kohlefasergeschoss aus Fernost übernommen und kann den Racer mit Cruiser-Ambition aufgrund der niedrigen Löhne in Malaysia für einen konkurrenzfähigen Preis von rund 400.00 Euro anbieten. Dafür erhalten Eigner eine High-Tech-Yacht die aufgrund ihres Epoxid-Rumpfes inklusive Cruising-Einrichtung mit drei Doppelkojen, Salonausbau und Pantry nur knapp über acht Tonnen wiegt. Dabei hat der englische Konstrukteur Mark Mills die 4,10 Meter breiten Yacht mit einem Ballsastanteil von 51 Prozent (4,3Tonnen) versehen. Der Kiel mit Bleibombe geht 2,99 Meter tief und sorgt für ein effizientes, aufrichtendes Moment. Immerhin verträgt der Racer/Cruiser eine Segelfläche am Wind von 120,7 Quadratmetern, wovon das gut zu beherrschende Groß 77,7 Quadratmeter ausmacht.
Auf der jüngsten boot in Düsseldorf konnten Besucher den ungewöhnlichen Mittvierziger in Augenschein nehmen und sich von qualitativ hochwertigen Bootsbauarbeit der DK Werft überzeugen, und sie konnten sogar mit Werftvertretern deutsch reden, denn DK, was für Dian Kreatif steht, ist ein deutsch-malaysisches Joint Venture. Der Produktionschef heißt Max Waimer, der Geschäftsführer hört auf den Namen Hannes Weimar und der Name des Design-Boss ist Klaus Jürgen Herr. So deutsch wie die Namen ist auch ihre Herkunft der Herren, und typisch deutsch ist auch ihr Anspruch an die Qualität. Kein Wunder, dass Decksbeschläge aus dem Hause Harken und Spinlock stammen und man auch sonst nirgends am Material gespart hat.
Neben Yachten wie die Farr von 40 bis 52 Fuß oder die Mumm 36 entstehen in dem Betrieb auch hochfeste Kunststoffteile wie Moscheen-Dächer. DK produziert in einer 12.000 Quadratmeter großen, ehemaligen Flugzeughalle. Dabei helfen supermoderne Rechner und eine computergesteuerte Fünffach-Fräse, die aus Schaumklötzen bis zu 18 Meter lange und sechs Meter breite Kunststoffformen produziert sogar ohne dass die günstigen Bootsbauerlöhne gezahlt werden müssen.
DK hat sich auf das Material Karbon spezialisiert. So ist es nur logisch, dass zur Standardausrüstung der Yacht Mast, Baum und Spinnakerbaum aus leichten Kohlefasern bestehen. Das Rigg ist reines Rod, das laufende Gut Dyneema. Rumpf und Deck fertigt die Werft mit Epoxidharz, E-Glas und Corecell-Schaum. Laminiert wird unter Vakuum und alles lässt man in einem riesigen Ofen aushärten.
Die DK 46 ist für schnelles Segeln gebaut , was nicht nur durch die theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 8,45 Knoten deutlich wird. Die Yacht ist auch so konstruiert, dass sie ins Gleiten kommen kann. Logischerweise springt die DK 46 bereits bei sehr wenig Wind an und erreichte während Testfahrten bei knapp drei Beaufort (6 bis 8 Knoten) hoch am Wind fast sieben Knoten Speed. Bei halben Wind ging die Logge auf knapp acht Knoten hoch.
Das Spielzeug für regattaambitionierte Eigner hält nicht nur theoretisch mit vielen Einzelbauten mit, die nur dafür gebaut wurden, Trophäen abzuräumen, was mittlerweile auf vielen Wettfahrten bewiesen ist. Aber mit der Serienyacht DK 46 kann man durchaus auch zum entspannten Urlaubstörn starten. Dass die Crew dabei in der Regel immer sehr viel früher im Hafen anlegt als andere Segler mit ihren Yachten, ist ein spezieller Spaßfaktor.
Die Yacht wurde für eine große Crew ausgelegt, aber Bedienungselemente und Cockpit wurden so konstruiert, dass auch eine Zweimann-Besatzung das Boot auf fast allen Kursen schnell bewegen kann. So werden die Fallen zentral ins Cockpit geführt. Die Großschot läuft unter Deck über versenkten Trommeln nach achtern. Eine Rollreffanlage für das Vorsegel ist allerdings ein Extra.
Die DK 46 ist für Eigner gebaut, die Silber abräumen oder die schnell und entspannt ein Tagesziel erreichen wollen. Die Yacht muss dafür leicht sein. Also setzen sich die Bemühungen der Werft, Gewicht zu sparen, unter Deck fort. Sogar die Waschbecken sind unter anderem aus Kohlefaser laminiert .Crews müssen auf einen Holzausbau, so wie sie ihn von Fahrtenyachten gewohnt sind, verzichten. Holz findet man nur wenig. Beispiele sind der Fußboden, die Tischplatte des Salons und ein paar Verkleidungen. Ansonsten herrschen weiß lackierte Flächen vor, die für viel Licht und einer ungewöhnlichen Großzügigkeit für eine 14-Meter-Yacht unter Deck sorgen. Es gibt ein U-Sofa mit Tisch sowie eine große Pantry mit immerhin zwei Spülbecken und einem zweiflammigen Gasherd. Ein riesiger Kühlschrank macht deutlich, dass die Yacht dorther kommt, wo es in der Regel sehr viel wärmer als in Mitteleuropa ist. Die einzige Nasszelle befindet sich im Vorschiff auf der Steuerbordseite direkt vor einer Doppelkoje. Der Navigationsschreibtisch fand seinen Platz an der Backbordseite direkt neben dem Niedergang. Die Stehhöhe im Salon beträgt bis zu zwei Meter, was darauf hinweist, dass die DK 46 auch groß gewachsene Kunden in Europa und Amerika ansprechen soll. Auch die Kojenlängen mit 1,95 Metern weisen darauf hin. Da groß gewachsene Segler nicht gleichermaßen körperlich außergewöhnlich stark sein müssen, ist es Eignern zu empfehlen auch die Ankerwinsch aus dem Extrakatalog zu bestellen, denn die gehört genauso wenig wie eine Heizung zur Standardausrüstung.
Technische Daten DK 46:
Länge 14,10 m
LWL 12,10 m
Breite 4,10 m
Theoretische Rumpfgeschwindigkeit 8,45 kn
Tiefgang 2,99 m
Verdrängung 8,3 t
Ballast 4,3 t
Motor Yanmar Saildrive 41 kw/56 PS
Propeller Maxprop Drehflügelpropeller
Dieseltank 150 L
Großsegel 77,7 qm
Genua 55 qm
Gennaker/Spinnaker 165/170 qm
Masthöhe über Wasserlinie 23,1 m
Rigg und Beschläge: Kohlefasermast mit Rod von Hallspars oder Formular; Beschläge Harken
Segel nicht Standard
Elektrik 12 Volt
Anzahl der Kojen: 6 + 2 Rohrkojen in drei Kabinen
Pantry: Doppelspüle, zweiflammiger Herd, Kühlschrank,
Ausbau in ultraleichtem Komposit (lackiert) und Teak
Stehhöhe Pantry 1,94 m, Salon 2,00 m, Achterkabine 1,90 m
Bauweise Rumpf und Deck aus Sandwich (Epoxy/E-Glas mit Corecell als Kernmaterial) im Backofen bei 80C unter Vakuum gebacken
Konstrukteur: Mark Mills
Interieur-Design: Design Unlimited, Mark Tucker
Preis der Standardausführung inclusive MwST. 394.400 Euro
Werft: DK-Yachts, 75450 Melaka/Malaysia
Tel. 0060(0)6/3175063
Fax.0060(0)6/3177929
E-Mail: info@dkyachts.com
Vertrieb Deutschland:
RBK-Yachting GmbH
Neubiberger Str. 57a
81737 München
Tel. 089/673460-40
Fax 089/673460-50
E-Mail: info@rbk-yachting.de
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