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01.05.10.
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Verbraucherzentrale Bundesverband warnt vor Folgen von FehlernährungDie Deutschen essen zu fett, zu süß und zu viel. Darauf wiesen der Bundesverband der Verbraucherzentrale (vzbv) und die Organisation diabetesDE anlässlich des Weltdiabetestages im November 2009 hin. In Deutschland seien zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig. Damit sei Deutschland Europameister im Übergewicht.
Dies sei ein wesentlicher Grund für die epidemische Ausbreitung der Volkskrankheit Diabetes, hieß es weiter. In Deutschland gebe es nach Aussage der International Diabetes Federation mittlerweile 7,5 Millionen Menschen mit Diabetes. Deutschland habe mit 12 % bei den 20- bis 79-Jährigen die höchste Diabetes-Rate in Europa.
Zu wenig Bewegung und falsche ErnährungUrsachen für diese Entwicklung seien zu wenig Bewegung und falsche Ernährung, teilten die beiden Organisationen mit. Veränderte Essgewohnheiten, ein überall verfügbares Angebot an oftmals kalorienreichen Speisen und die Zunahme von Fast Food, Fertigprodukten und verarbeiteten Lebensmitteln hätten dazu geführt, dass die Menschen zu fett, zu süß und zu viel äßen. Darüber hinaus verschleierten Aussagen wie -reich an Vitaminen- oder die Bewerbung als Fitness- oder Wellnessprodukt, dass es sich häufig um sehr fett-, zucker- oder kalorienreiche Lebensmittel handele.
Ampelkennzeichnung gefordertDie Lebensmittelhersteller seien aufgefordert, ihren Widerstand gegen eine klare und verständliche Nährwertkennzeichnung wie die Ampelkennzeichnung aufzugeben. Bei diesem Modell signalisieren die Farben Rot, Gelb und Grün, wie viel Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln enthalten sind. Dickmacher ließen sich so schnell enttarnen. Für Menschen mit Diabetes seien darüber hinaus die Kalorienangabe und die Menge der Kohlenhydrate wichtig, damit sie Zeitpunkt und Dosis ihrer Insulinzugabe oder der zuckersenkenden Tabletten bestimmen können.
Auch das Speiseangebot an Schulen und Betrieben müsste sich stärker an den Empfehlungen für eine gesunde Ernährung orientieren. Aufklärung und Information über die Auswahl und Zubereitung gesunder Lebensmittel wären beispielsweise durch einen Ausbau der Ernährungsbildung in Schulen zu stärken.
Quelle: Associated Press
Aus Befund Diabetes1/2010
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