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Die Stuttgarter Zeitung vom 4. Mai 2009 berichtet über den sensationellen Alleingang der Gemeinde Bad Boll, die allen Gemeinden Mut machen soll, diesen Weg zu beschreiten - auch wir Schwaikheimer können davon nur lernen, denn die Stadt Bad Boll (Kreis Göppingen) hat die Mobilfunkstrahlung im Ort untersucht und geht massiv in die Offensive: Bad Boll möchte einen eigenen Richtwert für Strahlung festlegen, an die sich künftige Funkanlagen halten sollen.
Der gesetzliche Grenzwert, so schreibt die Stuttgarter Zeitung, sei der Stadt zu hoch und die Gemeinde will im Schulterschluß mit der örtlichen Bürgerinitiative gegen Mobilfunk Richtwerte beschließen, an die sich die Netzbetreiber in Zukunft halten sollen.
Niemand weiß heute wirklich, welche Folgen die Strahlenbelastungen haben, so Bürgermeister Hans-Rudi Bührle.
Über Nacht wurde in Bad Boll eine neue Mobilfunkanlage installiert worden, ähnlich, wie dies auch in Schwaikheim in der Seestraße der Fall war. Und noch mehr Ähnlichkeiten sind vorhanden, denn ebenso, wie auch wir keine Informationen erhielten, so wurde auch die Gemeinde Bad Boll von den Mobilfunkbetreibern ignoriert (siehe Zeitungsartikel).
Bad Boll beauftragte einen Baubiologen, Messungen vorzunehmen. Das Ergebnis: Die gemessenen Werte liegen sehr weit unter den Grenzwerten, zum Teil sogar innerhalb der geforderten strengen Salzburger Werte. Nur in unmittelbarer Näher der Sender seien die Werte meist um etwas das Zweiheinhalbfache über den Salzburger Werten (die Werte liegen zwischen 5.000 ?W/qm erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke bei Ratten; siehe Grenzwerte und 0,1 ?W/qm Veränderte Kalziumabgabe menschlicher Hirnzellen; Baubiologischer-Richtwert für Schlafräume > Tatsächlich aber könnten Mobilfunkbetreiber ein funktionierendes D- oder E-Netz sogar noch weit unter diesen Werten aufrecht erhalten, denn 0,01 ?W/qm - 0,001 ?W/qm gilt als optimaler Wert für Mobilfunk). Der Baubiologe hält die Werte trotzdem für bedenklich.
In den kommenden Sitzungen will der Gemeinderat nun diskutieren, welche sinnvollen Werte man den Netzbetreibern für Anfragen neuer Anlagen vorschreiben möchte.
Wir freuen uns über die aktive Vorgehensweise des Gemeinderats von Bad Boll und fordern alle Gemeinden auf, diesem Beispiel zu folgen.
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