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(idw) Wissenschaftsrat lobt Aufbauarbeit des HWK in Delmenhorst

Düsseldorf, Pressemitteilung vom 25.05.2007 12:37:00

(idw) Wissenschaftsrat lobt Aufbauarbeit des HWK in Delmenhorst

"Die Beurteilung des HWK durch den Wissenschaftsrat", so Gründungsrektor Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, seit 1997 im Amt, zeigt, "dass es dem Institut gelungen ist, sehr erfolgreiche Aufbauarbeit zu leisten und national wie international als herausragende nordwestdeutsche Wissenschaftseinrichtung wahrgenommen zu werden." - Zur Vorgeschichte: Im Januar 2006 hatten die Stifterländer Bremen und Niedersachsen den Wissenschaftsrat gebeten, die Stiftung "Hanse-Wissenschaftskolleg" in Delmenhorst zu evaluieren. Bereits bei Gründung der Stiftung in 1995 war nämlich eine Evaluierung im zehnten Jahr ihres Bestehens festgeschrieben worden.
 
Eine vom Wissenschaftsrat eingesetzte Bewertungsgruppe aus namhaften Experten besuchte das HWK am 24./25. Oktober vergangenen Jahres. Auf der Grundlage ihres Bewertungsberichts hat der Evaluationsausschuss des Wissenschaftsrates eine wissenschaftspolitische Stellungnahme vorgelegt, die gestern in den Gremien beraten wurde. Diese Stellungnahme hat die Vollversammlung des Wissenschaftsrates am heutigen 25. Mai in Oldenburg verabschiedet. Der Wissenschaftsrat führt in seinem Bericht unter anderem aus, das HWK habe sich seit seiner Gründung "zu einer erfolgreichen Einrichtung entwickelt". Mit seinen beiden wichtigsten Arbeitsinstrumenten - der Berufung von Gastwissenschaftlern (Fellows) aus aller Welt auf begrenzte Zeit und der Ausrichtung nationaler und internationaler disziplinärer und interdisziplinärer Tagungen - erbringe es "anerkannte Leistungen".
 
Die für das HWK gewählten Arbeitsgebiete - Meeres- und Klimaforschung, Neuro- und Kognitionswissenschaften und Sozialwissenschaften - hätten sich bewährt und sollten beibehalten werden. Weiter zu verstärken sei die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Besonders positiv bewertet der Wissenschaftsrat die disziplinären und interdisziplinären Tagungen und Workshops im Kolleg. Nach Aussage des Rates stellen sie das "Alleinstellungsmerkmal" des HWK dar. Im Sinne einer Ermunterung zur Weiterführung der Aufbauarbeit merkt er an, das HWK müsse "die Entwicklung eines eigenständigen Profils" weiter vorantreiben.
 
Dies könne vor allem dann gelingen, wenn das HWK seine erfolgreiche langjährige Praxis noch verstärkt, Brückenschläge zwischen den Disziplinen herzustellen, also durch interdisziplinäre Veranstaltungen wissenschaftliches Neuland zu gewinnen und so in ganz Deutschland und weit darüber hinaus Resonanz zu finden.Schließlich empfiehlt der Wissenschaftsrat dem Kolleg, bei den wissenschaftlichen Inhalten noch sichtbarer als bisher eigene Akzente zu setzen und die Autonomie der Institution noch deutlicher als bisher herauszustellen. Rektor und wissenschaftliche Referenten des HWK sollten "künftig stärker als bisher neue Ideen für die Strukturierung der Fellow-Auswahlprogramme und das wissenschaftliche Tagungsprogramm" generieren. Diese Forderung liegt aus Perspektive des HWK ganz auf dem von ihm bereits eingeschlagenen Weg. Dementsprechend sollte das HWK nach Ansicht des Wissenschaftsrates künftig finanziell besser gestellt werden, damit es seine Aufgaben noch besser und umfassender erfüllen kann.
 
Lutz Stratmann, Wissenschaftsminister des Landes Niedersachsen und stellvertretender Vorsitzender des HWK-Stiftungsrates, zeigte sich höchst erfreut über die Stellungnahme zur Evaluation des HWK und sicherte ihm die weitere Unterstützung des Landes zu: "Die erfreulichen Ergebnisse zeigen, dass wir mit dem HWK in die Zukunft unserer Region investieren. Die beiden Partneruniversitäten Oldenburg und Bremen, beide vergleichsweise junge Hochschulen, haben bewiesen, dass sie mit ihren gemeinsamen Stärken das HWK in seinem Aufbau wesentlich gestützt und zu einer Einrichtung von bundesweiter Bedeutung vorangebracht haben."Auch Rektor Roth zieht aus dem Bericht des Wissenschaftsrates ein sehr positives Fazit: "Wir sind dem Wissenschaftsrat höchst dankbar für seine wertvollen Hinweise und freuen uns sehr darüber. Bei seiner Gründung haben viele, auch Wohlmeinende, dem HWK aufgrund seiner geographischen Lage und aufgrund seines anspruchsvollen Konzepts wenig Überlebenschancen eingeräumt. Es erfüllt uns mit Genugtuung, gezeigt zu haben, dass diese pessimistische Einschätzung falsch war und ist und dass es auch in einer Region mit kurzer wissenschaftlicher Tradition gelingen kann, eine ungewöhnliche akademische Einrichtung mit weltweiter Ausstrahlung aufzubauen.
 
Auf das Geschaffene können alle diejenigen stolz sein, die das HWK zu dem gemacht haben, was es heute ist: ein deutliches Zeichen für den wissenschaftlichen Aufbruch im Nordwesten Deutschlands."    .


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