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„Eine Messe, wie man sie sich wünscht“

Niederkrüchten, Pressemitteilung vom 22.11.2010 11:02:00

„Eine Messe, wie man sie sich wünscht“

22.11.2010 11:02 - Kauflust in allen Kunst- und Preissegmenten – circa 12.800 Besucher aus gesamtem Bundesgebiet – Zeitgenössisches Design erfolgreich etabliert – jüngeres Publikum mobilisiert – Top-Verkäufe im sechs- und siebenstelligen Bereich – „Mischung der Stile & Epochen macht Spannung der Messe aus“

Köln - Mit zufriedenen Gesichtern und bester Stimmung ist am Sonntag die Cologne Fine Art & Antiques zu Ende gegangen. „Unsere Kunden genießen es, hier zu sein. Mit ihrem sehr eigenen Stil macht die Cologne Fine Art & Antiques das Rheinland wieder zum Impulsgeber für den Markt“, freut sich Stefan Horsthemke, Managing Director AXA Art Deutschland. „Eine Messe, wie man sie sich wünscht“, so das gut gelaunte Fazit eines Privatsammlers. Auf große Zustimmung traf der von Ausstellern und Messe forcierte Dialog der Bereiche. „Besucher nehmen die Anregungen auf, die wir ihnen geben“, stellte Rolf Hirschberg (Teppichkunst Hirschberg Köln) fest. „Wer das sieht, versteht, welchen Reiz ein Stilmix auf hohem Niveau haben kann“, so Hirschberg weiter. Dem Messekonzept entsprechend wurden aus allen Angebotsbereichen zahlreiche Verkäufe gemeldet, sowohl im Hochpreis-Segment wie auch im unteren und mittleren sechs- wie fünfstelligen Preisbereich. „In Köln machen wir immer gute Geschäfte“, so Georg Britsch jun. (Bad Schussenried), der Stühle, Tische und Schränke verkaufte. „Die Cologne Fine Art & Antiques ist mit ihrem Inhaltspektrum von Alter Kunst, Moderner Kunst, Angewandter Kunst und Design deutschlandweit einzigartig – diese Inhalte werden wir in den kommenden Jahren verdichten und der Qualität unserer Aussteller weiterhin oberste Priorität geben“, so Fazit und Ausblick von Ulrike Berendson, Direktorin der Cologne Fine Art & Antiques.

Die von Ausstellern gemeldeten Verkäufe zeugen von einem erfolgreichen Messeverlauf, zu dem bereits der sehr gut besuchte Vernissageabend beigetragen hat. So landete die Fotogalerie Flo Peters mit dem Verkauf einer Picasso-Collage aus dem Jahr 1957 incl. der fotografischen Dokumentation des Entstehungsprozesses durch Douglas Duncan (1,2 Mio.) einen der großen Verkaufserfolge der diesjährigen Cologne Fine Art & Antiques. Die Hamburger Galeristin hatte mit ihren Kollegen Dierk Dierking (Außereuropäische Kunst, Köln) und den Designspezialisten frankandoliver (Frankfurt/Zürich) einen gemeinsamen Ausstellungsraum bespielt, der neben großer Aufmerksamkeit auch allen Händlern Verkaufserfolge brachte. Ebenfalls erfolgreich war die Galerie Schlichtenmaier (Grafenau), die unter anderem Emil Schumachers Leinwand „Blauschwarz“ aus dem Jahr 1959 (145.000 €), sowie Werke von Willi Baumeister (360.000 €), Karl Otto Götz (150.000 €) und Walter Stöhrer (60.000 €) verkaufte. „Die Eröffnung war hervorragend, wir hatten auch erfreulich viel auswärtiges Publikum am Stand“, konstatierte Kuno Schlichtenmaier zufrieden. „Unsere Erwartungen sind weit übertroffen worden“, hieß es bei Utermann (Dortmund). Der Galerist trennte sich unter anderem von einem Werk von Emil Nolde (über 100.000 €) und von einem Feininger-Gemälde (250.000 €). „Das breite Spektrum macht es lebendig; das Konzept ist aufgegangen“, urteilte Utermann. Messe-Rückkehrer Beck & Eggeling (Düsseldorf) trennten sich unter anderem von einem Aquarell von August Macke (Preis im fünfstelligen Bereich), außerdem sind die Galeristen mit einem Interessenten über Emil Noldes Gemälde „Peter und Hans“ für 2,2 Mio. € „ernsthaft im Gespräch“. Klaus Gerrit Friese (Stuttgart) war erfolgreich mit Walter Stöhrer (17.000 €), Dieter Krieg (13.000 €) und George Grosz (17.000 €). „Die Ausweitung des Programms bis in das zeitgenössische Design ist ein wichtiger und logischer Schritt“, meint der Galerist. Setareh & Söhne (Düsseldorf) vermeldeten Reservierungen auf ihre Hauptstücke sowohl im Bereich von Teppichen als auch von Gemälden und lobten das stilvolle Ambiente der Cologne Fine Art & Antiques. „Das Erscheinungsbild ist würdig“, befand auch Anat Isman-Fänder (Hamburg), die zu den Rückkehrern gehört. Mit Jörg Schuhmacher gab ein weiterer Rückkehrer u.a. ein Nolde-Aquarell ab und lobte die „tolle Resonanz“, die er bei seinem Messeauftritt verbuchte. „Der Crossover der Stile und Kulturen wird von den Besuchern positiv wahrgenommen“, stellte Michael Vignold erfreut fest, der Kunst aus Afrika und Ozeanien in direkter Nachbarschaft zu Gemälden der Klassischen Moderne zeigte, die sein Galeristenkollege Thole Rotermund ausstellte. Der Hamburger verkaufte Ernst Ludwig Kirchners „Flussdampfer“ für einen sechsstelligen Betrag und erlöste für eine Tuschefederzeichnung von Hanns Bolz 9.000 Euro.

Ein „rauschendes Fest“ sei die Eröffnung gewesen“, sagte Messedebütant André Kirbach (Düsseldorf), der an seinem Stand japanische Keramik in Beziehung zu abstrakten Gemälden setzte und unter anderem ein Bild des Kölners Jupp Lückerath abgab. Ebenfalls positiv fiel das Urteil von Messeneuling Friedrich (Frankfurt) aus, der reges Kaufinteresse an den Schmuckkreationen aus dem eigenen Atelier vermeldete und das „sehr interessierte, kenntnisreiche Publikum“ lobte. Von Spontankäufen im Bereich eines „gehobenen Mittelklassewagens“ wusste Claude Noëlle (alter und zeitgenössischer Schmuck) zu berichten. Einen speziellen Akzent setzte Erstausstellerin Renate Krümmer, deren Programm sich auf Frauendarstellungen in der Kunst konzentriert. „Das Thema ist gut aufgenommen worden“, freute sich die Galeristin. Abnehmer fand die Hamburgerin etwa für eine Arbeit von Max Klinger (44.000 €) und die kleinformatige Leinwand „Junge Frau am Strand“ von Franz Skarbina (12.800 €) sowie für ein Werk der Künstlerin Dodo (95.000 €). Zufrieden mit seinem Messedebüt war Mohammad Tehrani (Hamburg), der sich insbesondere über das Interesse jüngerer Leute an seinen Teppichen und Tapisserien freute. „Der Mix macht die Cologne Fine Art & Antiques interessant, das hat Zukunft“, befand Tehrani. David Gezelbasch (Paris), der im vergangenen Jahr erstmalig nach Köln gekommen war, freute sich in diesem Jahr über verstärktes Kaufinteresse für die von ihm gezeigte Antiken. Sein Pariser Kollege Yannick Durand konnte mit präkolumbischer Kunst auch zahlreiche Museumsvertreter überzeugen.

Gut liefen die Geschäfte auch bei Hubertus Melsheimer (Köln), der sich von einer großen Zeichnung von Ernst Ludwig Kirchner, einem Nagelbild von Günther Uecker und einem Werk von Tapiès trennte. „Die Mischung der Stile und Epochen macht die Spannung der Messe aus“, so Melsheimer, der außerdem betont: „Das Rheinland ist ein guter Ort für Kunst, das bestätigt die Zahl der Aussteller, die immer wiederkommen“. Aurel Scheibler (Berlin), der an seinem Stand tiefschwarze Wandarbeiten von Louise Nevelson mit einer vorchristlichen Marmorbüste aus dem Bestand des Kölner Antikenhändlers Gordian Weber kontrastierte, freute sich ebenfalls über „gute Rückmeldungen auf die Präsentation“. Die Berliner Galerie Fahnemann gab Werke von Hans Hartung ab (22.000 € - 75.000 €) sowie eine große Leinwand von Raimund Girke (60.000 €). Gemälde von Rolf Cavael, Gerhard Hoehme, Conrad Westphal und Gerhard Fietz gab die Galerie Maulberger zu Preisen zwischen 6.000 € und 69.000 € ab. Hans Maulberger hatte gezielt Kunstwerke in der mittleren Preisklasse mit nach Köln gebracht und stellte zufrieden fest: „Unser Publikum wird jünger“. „Das Design lockert das Ganze auf“, befand der langjährige Messeteilnehmer außerdem. Diese Einschätzung teilt Rainer Ludorff (Düsseldorf), der u. a. eine Straßenszene von Lesser Ury verkauft hat. „Das zeitgenössische Design zieht jüngere Sammler an, es ist wichtig, dass sich die Messe dahingehend öffnet“, so Ludorff. „Es ist ganz eindeutig, dass jetzt junge Leute kommen“, hat man auch bei Salis & Vertis (Zürich, Salzburg) beobachtet, wo Gemälde von Raoul Dufy und Sam Francis an Sammler abgegeben wurden. Dr. Riedl (München) trennte sich von einer Landschaft von Erich Heckel. Bei Design-Galeristin Gabrielle Amman (Köln) waren kleinere Objekte gefragt, ebenso bei ihrer Berliner Kollegin Karena Schuessler. Hier konzentrierte sich das Interesse auf handgefertigte Porzellanhocker, die zwischen 2.400 und 2.800 € kosten. „Ich genieße es, hier zu sein“ sagte Hans-Peter Jochum (Berlin). Der Vintage-Spezialist verkaufte unter anderem einen Tisch des italienischen Designers Franco Albini (15.000 Euro).

Bei Schlapka (München) gab es viel Beifall für die gewagte Kombination von Nachkriegskunst und Biedermeiermöbeln. Hier wurde „im soliden vierstelligen Bereich“ verkauft. Liebhaberobjekte wie eine Dose mit Cameo und kleine silberne Teelöffel aus dem späten 17. Jahrhundert gab Dr. Eva Toepfer an Kunstkenner ab; Oberacker verkaufte „auf breiter Basis“ erlesenes Porzellan vornehmlich im Preisbereich zwischen 5.000 und 20.000 € an Sammler. Elfriede Kirsch (Langeloh) verkaufte Porzellan aus kleinen deutschen Manufakturen sowie Meißen-Figuren und Geschirr. Viel Anklang fanden die Spazierstöcke bei Basedau. Sammler begeisterten sich u.a. für einen seltenen Uhrenstock und einen Stock, dessen aufklappbarer Elfenbein-Knauf eine fein geschnitzte erotische Szene enthält.

Cologne Fine Art & Antiques 2011 16.-20. November 2011

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Bildmaterial zur Cologne Fine Art & Antiques 2010 finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet (www.cofaa.de) im Bereich Presse.



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